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Güstrower Anzeiger

01. Oktober 2016 | 19:13 Uhr

Mela Mühlengeez : Widder sind die heimlichen Stars

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Tier der Mela 2016 in der Gunst der Besucher weit oben. Fragen zur Aufzucht von Schweinen beantworten die Agrar-Lotsen MV.

Pferde, Kühe, Schweine, Hühner: Landwirtschaftliche Nutztiere gibt es in Mecklenburg-Vorpommern viele. Eines aber stellt bei der diesjährigen Landwirtschaftsausstellung Mela alle in den Schatten: das Widderkaninchen. Der kleine Nager mit den Schlappohren und dem kuscheligen Fell ist nicht nur das Tier der Mela 2016, sondern steht auch in der Gunst der Besucher ganz weit oben.

„Die Kleintierhalle mit den Kaninchen ist seit jeher ein Anziehungspunkt, vor allem bei Familien mit Kindern“, sagt Peter Kalugin, Vorsitzender des Landesverbandes der Rassekaninchenzüchter. Auf der Mela zeigen Kalugin und seine Kollegen 420 Tiere der verschiedensten Rassen. Als klar war, dass sie nach acht Jahren wieder an der Reihe sind, das Tier der Mela 2016 zu küren, fiel die Wahl schnell auf das Widderkaninchen. „Und das nicht nur, weil es süß ist“, versichert Peter Kalugin mit einem Schmunzeln. Da MV mit der Mecklenburger Schecke nur über eine landestypische Rasse verfügt, musste eine Alternative her. „Der Widder ist eine der vier Rassen, aus denen die Schecke gezüchtet wurde. Und da Letztere schon beim letzten Mal das Tier der Mela war, haben wir nun auch einen gewissen Landesbezug“, sagt Peter Kalugin.

Einen Bezug zur Region haben auch die Ferkel von Dr. Kathrin Naumann. Die sind in Benitz im Agrarbetrieb Groß Grenz zu Hause. Als Agrar-Lotse Mecklenburg-Vorpommern ist die Geschäftsführerin des Betriebs in diesem Jahr an einem Pilotprojekt beteiligt. Zu erkennen an ihren grünen T-Shirts, stehen Landwirte aus der Region den Besuchern vor Ort Rede und Antwort. „Damit wollen wir unserem Berufsstand ein Gesicht geben und vor allem Ansprechpartner für Gäste sein, die sich weniger mit dem Thema auskennen“, erklärt Kathrin Naumann. Wie viele Wochen bleiben Ferkel bei ihrer Mutter? Warum steht die Sau in einem Korb? Darf ich die Kleinen streicheln? – Das sind die häufigsten Fragen, auf die Kathrin Naumann geduldig Antworten gibt.


Schäferei als Ausgleich zum Büro-Alltag


Fragen zu ihren Tieren ist auch Susanna Firnhaber gewöhnt, wenn sie mit ihren Walliser Schwarznasenschafen unterwegs ist. Seit zwei Jahren ist die 36-Jährige im Nebenerwerb als Schäferin tätig – für sie ein willkommener Ausgleich zum täglichen Büro-Job. „Als ich die Tiere im Internet sah, war sofort klar, dass es die Rasse sein wird, die ich züchten möchte“, sagt Susanna Firnhaber. Die als sehr gutmütig bekannten Tiere, die ihren Ursprung im Schweizer Kanton Wallis haben, sind in Mecklenburg-Vorpommern eher unbekannt. Insgesamt gibt es 23 im Landesverband gemeldete Tiere – 20 davon stehen auf den Weiden von Susanna Firnhaber in Jamel bei Banzkow. „Wenn ich dann abends über die Wiesen gehe und nur die Schafe leise höre, ist es vor allem diese Ruhe, die mich an der Schäferei fasziniert.“

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erstellt am 16.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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