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Güstrower Anzeiger

04. Dezember 2016 | 15:14 Uhr

Vorgestellt: Der Güstrower Gewerbeverein : Weihnachtsmarkt für die Stadt gerettet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gewerbeverein Güstrow organisiert übers Jahr Veranstaltungen und bietet Unternehmern ein Zuhause.

Wenn im September erste Schokoladen-Weihnachtsmänner und Stollen in den Supermärkten auftauchen, hat eine Arbeitsgruppe des Güstrower Gewerbevereins längst mit den Vorbereitungen zum Weihnachtsmarkt in der Barlachstadt begonnen. Nur werden die Fäden hinter den Kulissen und mit vielen Partnern – Stadtverwaltung, Güstrow-Card-Betreibergesellschaft, Stadtwerke und andere – gezogen. Das merken die Güstrower meist erst, wenn die Barlachstadt im festlichen Glanz erstrahlt, sich auf dem Markt der Duft von gebrannten Mandeln ausbreitet und das Kinderkarussell seine Runden dreht.

„Wenn der Gewerbeverein nicht die Organisation des Weihnachtsmarktes übernommen hätte, würde es keinen mehr geben“, sagt Mario Kohlhagen, stellvertretender Vorsitzender und Sprecher des Vereins, mit Bestimmtheit. Dabei habe man in den Jahren viel experimentiert, um die für die Stadt günstigste Variante zu finden. Inzwischen präsentiert sich der Güstrower Weihnachtsmarkt „klein, fein und familiär“ und hebt sich dadurch von den oft gigantischen Märkten der größeren Städte ab. „Uns ist wichtig, die Einzelhändler mit einzubeziehen. Bei der Beleuchtung beispielsweise, aber auch, dass sie an Weihnachtsmarkt-Sonnabenden ihre Geschäfte länger öffnen“, sagt Kohlhagen.

Der Weihnachtsmarkt ist das letzte große Ereignis des Jahres, das der Gewerbeverein auf die Beine stellt. Brunnenfest, Inselseefest und Einkaufsnacht sind bereits wieder fest geplante und terminierte Veranstaltungen für 2017. „Es hat sich bewährt, für jede dieser Veranstaltungen eine Arbeitsgruppe im Verein zu bilden, bei der alle Fäden zusammenlaufen und die auch die Koordination übernimmt“, sagt Vereinschef Axel Wulff. Die Güstrow-Schau – sonst erste Aktivität im Jahr – werde 2017 jedoch fehlen. „Wir haben sie zehnmal erfolgreich durchgeführt. Aussteller und Besucher waren meist zufrieden. Jetzt machen wir uns Gedanken, in welcher Form wir sie künftig präsentieren“, versichert Wulff. Auf der brandneu gestalteten Internetseite des Vereins ist die Gewerbeschau für 2018 bereits angekündigt, wenngleich noch ohne festes Datum.

Mit seinen zwölf Jahren ist der Güstrower Gewerbeverein relativ jung. Gegründet wurde er mit der Idee, die Interessen seiner Mitglieder gegenüber kommunalen Verwaltungen, Stadtvertretung und der Öffentlichkeit zu vertreten. „Das muss kein Widerspruch sein. Der Verein ist Teil des städtischen Netzwerkes und sucht für seine Aktivitäten stets nach Partnern“, sagt Gründungsmitglied Kohlhagen. Die Idee eines Gewerbevereins hatte der Unternehmer und langjährige Stadtpräsident Günter Wolf einst ins Gespräch gebracht und die Gründung des Vereins maßgeblich befördert.

In den letzten Jahren hat sich der Verein auf zirka 90 Mitglieder eingependelt. Neue kommen hinzu, andere scheiden aus verschiedenen Gründen aus. Als Steffen Jülke 2014 sein Bestattungsunternehmen aufbaute, suchte er den Kontakt zum Gewerbeverein. „Mir ist der Austausch mit anderen Unternehmern wichtig. Dieses Kommunikationsforum finde ich im Gewerbeverein“, sagt er. Auch Jens Hamann, Geschäftsführer von top-pc, führte ein ähnliches Motiv in den Verein „Ich möchte Teil dieses Netzwerkes sein“, betont er. Weil beiden Unternehmern die bloße Mitgliedschaft nicht reicht, sie Ideen einbringen und Veränderungen befördern wollen, haben sie sich zur Wahl als Beigeordnete gestellt.

Von der künftigen Vereinsarbeit hat Mario Kohlhagen klare Vorstellungen. Neben den Veranstaltungen soll der Verein mehr Plattform für die Gewerbetreibenden werden. Dazu sollen thematische Stammtische zu Unternehmern auf den Nägeln brennenden aktuellen Themen wie Vorsorge, Datensicherheit, Suche nach Geschäftsnachfolgern oder gesetzliche Änderungen organisiert werden.

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