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Güstrower Anzeiger

29. Mai 2016 | 17:17 Uhr

Praktikum : Was möchte ich später werden?

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die 9. Klassen des Güstrower John-Brinckman-Gymnasiums absolvierten ihre Praktika in Unternehmen der Region: Apotheke und Tierarzt waren sehr beliebt.

Einmal in den Traumberuf reinschnuppern – das machten die neunten Klassen des John-Brinckman-Gymnasiums während der vergangenen zwei Wochen. Ihre Praktika absolvierten die Schüler in den unterschiedlichsten Berufen. Das Praktikum soll ihnen einen Einblick in ihren künftigen Job ermöglichen, damit ihnen die spätere Berufswahl leichter fällt.

„Und wo machst du Praktikum?“ – Das haben sich die Neuntklässler in den vergangenen Wochen häufig untereinander gefragt. Besonders beliebt sind in diesem Jahr die Praktika in den Apotheken und beim Tierarzt. Doch es gibt auch Schüler die bei der Polizei, im DRK-Rettungsdienst, im Hort und im Hotel Berufserfahrungen sammeln. Einige interessieren sich auch für die Berufe ihrer Eltern oder bereits erwachsenen Geschwistern.


Gleicher Beruf wie die Mutter


Genauso geht es auch Lina Bernstein: „Meine Mutter arbeitet in der Stadtbibliothek in Krakow am See. Ich habe früher sehr viel Zeit dort verbracht und bin praktisch mit Büchern und Bibliotheken aufgewachsen“, erzählt sie und fügt hinzu: „Ich liebe Bücher und habe mich daher entschieden, mein Praktikum in der Uwe-Johnson-Bibliothek in Güstrow zu absolvieren.“ Auch in ihrer Freizeit sei sie häufig in der Bibliothek. „Morgens sortiere ich die Bücher, CDs und Zeitschriften ein, die am Vortag zurückgegeben wurden“, berichtet Lina Bernstein.

Außerdem sei sie auch für die Annahme und Rückgabe zuständig gewesen. Die Arbeit mit den Kunden in der Bibliothek und natürlich das Sortieren der Bücher empfand die Schülerin als angenehm. Weniger schön hat die Vierzehnjährige das Kontrollieren der Spiele auf Vollständigkeit empfunden: „Das ist aufwendig und nicht so toll.“ Sie sei aber trotzdem zufrieden mit der Wahl ihres Praktikumsplatzes: „Die Arbeit machte mir Spaß und die Kunden und Mitarbeiter waren sehr freundlich.“


Assistieren bei Operationen


„Ich weiß noch nicht genau, was ich später mal machen möchte, interessiere mich aber für den Beruf des Tierarztes“, erzählt ihre Klassenkameradin Jule Schade. Sie war Praktikantin im Tierarztzentrum von Dr. Bernd Linke. Die Vierzehnjährige erledigte Reinigungsarbeiten, durfte mit zu Milchbetrieben fahren und war bei Sprechstunden anwesend. „Aber am besten gefiel es mir, bei Operationen zu assistieren, das ist ziemlich interessant!“. Außer ihr waren noch vier weitere Mädchen vom John-Brinckman-Gymnasium als Praktikanten in der Güstrower Tierklinik in der Plauer Chaussee. „Ich hatte entweder Frühschicht oder Spätschicht. Bei der Frühschicht durften wir oft mit raus fahren, bei der Spätschicht blieben wir in der Praxis“, erläutert Jule Schade. „Ich mag Tiere sehr gerne, sonst wäre ich ja nicht hier gewesen“, sagt sie lachend. Selber besitze sie leider kein Haustier, doch den Praxishund Tessa habe sie schnell ins Herz geschlossen. „Ich hatte nicht wirklich Erwartungen an mein Praktikum bei der Tierarztpraxis, ich habe es einfach auf mich zu kommen lassen“, erklärt die Neuntklässlerin.


Futter sortieren und Stall ausmisten


Auch Cedric Janke beschäftigte sich während seines Praktikums mit Tieren: „Ich habe mein Praktikum im Güstrower Wildpark gemacht. Am besten fand ich es, wenn ich direkt etwas mit Tieren zu tun hatte, beispielsweise sortierte ich das Futter oder habe die Tiere in ihr Außengehege gelassen“, sagt der Schüler. „Etwas weniger mochte ich es, wenn ich einen ganzen Tag nur den Stall sauber machen musste, das war zeitweise etwas langweilig und eintönig.“ Der Schüler bereitete auch das Futter zu und fütterte die Tiere. Er sei glücklich mit der Wahl seines Praktikums: „Meine Erwartungen haben sich alle erfüllt“, resümiert Cedric Janke die Zeit im Wildpark.


Interesse am Beruf des Apothekers


Julia Brocks absolvierte ihr Praktikum in der Apotheke im KMG-Klinuikum Güstrow. „Mich hat der Beruf interessiert“, sagt die Vierzehnjährige. „Ich packte Kartons aus und füllte Medikamente auf“, erzählt sie. „Manchmal durfte ich auch im Labor mithelfen, das ist ziemlich interessant“, sagt Julia Brocks weiter, die mit der Wahl ihres Praktikums sehr zufrieden ist.


Das Hobby zum Beruf machen


Norbert Scheffler schnupüperte in den Beruf des IT-Supporters bei seinem Onkel hinein. Ein IT-Supporter repariert Computer und andere technische Geräte. „Wenn jemand in Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise ein Problem mit seinem Drucker hatte, fuhren wir dahin und reparierten ihn“, erklärt der Fünfzehnjährige. Das sei schon lange sein Hobby und er habe vor, es später auf jeden Fall zu seinem Beruf zu machen. „Es machte mir großen Spaß, meine Erwartungen haben sich alle erfüllt“, sagt Norbert Scheffler am Ende seiner Prakikumszeit.

Nun geht es für die Brinckman-Schüler nach zwei anstrengenden Arbeitswochen und mit den Halbjahres-Zeugnissen in der Tasche erst einmal in die wohlverdienten Winterferien.

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erstellt am 30.Jan.2016 | 07:30 Uhr

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