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Güstrower Anzeiger

10. Dezember 2016 | 21:28 Uhr

Domgemeinde Güstrow : Voneinander hören und sehen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Tansaniatag gestern in Güstrower Domgemeinde / Gäste aus Mtii dabei – Versteigerung für tansanische Gemeinde brachte 220 Euro.

Kokosnüsse, Ingwerwurzeln, Schalen aus Tansania sowie Ketten fanden am Sonntag nach dem Gottesdienst im Güstrower Dom einen neuen Besitzer bei einer Versteigerung. „So wird das in Tansania gehandhabt: Jeder bringt etwas mit, weil nicht jeder Geld für die Kollekte hat“, erklärt Dorina Mania vom Tansaniakreis Güstrow. Dass dies am gestrigen Sonntag in Güstrow ebenso getan wurde, hatte seinen Grund. Der Tansaniatag wurde hier begangen. Etwa 120 Teilnehmer feierten nicht nur den Gottesdienst gemeinsam, bei dem der Ökumenepastor des Kirchenkreises, Tilman Jeremias, eingeführt wurde, sondern sie hörten auch voneinander, von verschiedenen Projekten, die von mecklenburgischen Kirchengemeinden mit Gemeinden in Tansania initiiert wurden und werden.

Der Tansaniatag wird jährlich in Mecklenburg begangen, meist dort, wo gerade tansanische Gäste vor Ort sind, wie diesmal in Güstrow. „Es ist schön sich zu treffen und voneinander zu hören“, sagt Änne Lange, Mitarbeiterin in der ökumenischen Arbeitsstelle. Der Erfahrungsaustausch und die Gespräche mit den Gästen seien sehr wertvoll.

Gleich zu Beginn wurden die partnerschaftlichen Beziehungen Güstrows mit Mtii näher beleuchtet. Es gab Fotos von Güstrowern, die im vergangenen Jahr die Partnergemeinde nach Tansania besuchten. „Wir haben an einer Konfirmation mit über 100 Konfirmanten teilgenommen. Der Gottesdienst dauerte mehrere Stunden“, erinnert sich Arnold Fuchs, der im Tansaniakreis mitarbeitet. Zahlreiche Projekte haben die Partnerschaft in den Jahren seit 2007 begleitet. Beim jetzigen Besuch in Deutschland stand u .a. eine Baumpflanzaktion im Luthergarten in Wittenberg auf dem Programm. „Das war für die Gäste aus Tansania eine sehr tiefe Erfahrung“, beschreibt Arnold Fuchs.

Weitere Aktivitäten anderer Gemeinden wurden ebenfalls mit Bildern dokumentiert. Aber es wurde auch gesungen. Der Chor „sisi pekee“ aus der Biestower Gemeinde unter Leitung von Caroline Siegmund stimmte mit den Gästen aus Tansania tansanische Lieder an. Die Leiterin hatte selbst ein Jahr in Tansania gelebt und nun diesen Chor, der ausschließlich afrikanische Lieder singt, aufgebaut. Die Gäste aus Tansania stimmten sofort mit ein.

220 Euro, die bei einer Versteigerung zusammenkamen, sind für die Gemeinde in Mtii bestimmt. Noch sind die Gäste einige Tage in Güstrow. Auf ihrem Programm stehen unter anderem noch Besuche in Schulen und eine Veranstaltung mit dem Kirchengemeinderat. Hier soll es um ein mögliches Gemeindezentrum in Mtii für die Gemeinde- und Jugendarbeit gehen. Außerdem wird auch schon das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft im kommenden Jahr zu besprechen sein. Am Donnerstag machen sie sich mit vielen Eindrücken auf die Heimreise in die Pare-Berge in Tansania.

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