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Güstrower Anzeiger

29. März 2017 | 01:35 Uhr

SVZ-Wochenend-Interview : Viele Leidenschaften vereint

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen: Seit 18 Jahren lebt Sven Edmund Reiter in Güstrow – hier findet der vielseitige 54-Jährige Inspiration fürs komponieren und schreiben.

In Saarbrücken geboren zog es Sven Edmund Reiter nach dem Abitur mit Scheffelpreis am Institut Siegmund in Schriesheim 1982 an die Universität. Es folgte ein Studium der Geografie. Nach dem Diplom in Flensburg 1987 arbeitete der heute 54-Jährige in bundesweit tätigen Planungsbüros. 1999 wechselte er nach Güstrow als Sachgebietsleiter Umweltschutz in das ehemalige Straßenbauamt. 2004 promovierte er an der Universität Rostock. Seit 2014 ist er zuständig für Umweltschutz im Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Rostock und in der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV).

Heute lebt der Vater dreier Söhne mit seiner Frau im Güstrower Ortsteil Suckow. Fühlt sich angekommen. Nicht zuletzt, weil er hier einer weiteren Passion nachgehen kann: der Musik. Vor neun Jahren gründete Reiter die Band Nitebrain, die regelmäßig in der Region Livekonzerte spielt und gerade mit „Teardrop of Time“ ihr drittes Studioalbum veröffentlichte. Zudem schreibt Sven Edmund Reiter an der Science-Fiction-Romantrilogie „Traumzeitsaga“, in die er eine Vielzahl seiner Interessensbereiche einfließen lässt. Der dritte Band „Traumzeitwende“ wird noch in diesem Jahr erscheinen. Heute beantwortet der Wahlgüstrower unsere 20 Fragen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Unter dem alten Apfelbaum in unserem Garten mit einer Tasse schwarzen, fairgehandelten Bio-Kaffee.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich würde auf noch konsequentere Umsetzung von Maßnahmen aus Umweltschutzkonzepten, wie beispielsweise Lärmaktionsplanung, strategische Umweltprüfung und Landschaftsplanung drängen.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Jeden Freitag im Fitnessstudio.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Schülerarbeitsstunden im Tennisklub.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für diverse Eisbecher und das Livealbum „Yessongs“ der britischen Progessive-Rock-Band Yes.

Was würden Sie gerne können?
Die Lebensweise der 70 ohne Gewalt und Krieg lebenden, indigenen Völker/Ethnien dieser Erde auf alle Menschen übertragen.
Was stört Sie an anderen?
Aggressives Verhalten, Inkompetenz und mangelnde Empathie.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich lache jeden Tag herzlich in den Gesprächen mit meiner Frau. Gemeinsam lachen verbindet ungemein.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Bis 3 Uhr morgens in einem Hotel in Hannover an einer Sitzungsvorlage gearbeitet.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Jeder der mit Zivilcourage für eine offene und freie Gesellschaft eintritt.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Glühsterne“ – das aktuelle Buch meines Freundes und Science-Fiction-Preisträgers, Axel Kruse.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich schaue relativ regelmäßig Tagesthemen und politisches Kabarett. Generell achte ich darauf, dass Fernsehen mich nicht von kreativen Prozessen abhält.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Obwohl ich familiär vorbelastet bin – Vater, Mutter und Schwester waren aktiv im Karnevalsverein – eindeutig beim Fußball.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Steven Wilson, für mich der genialste Rock-Musiker und -Komponist unserer Epoche.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich koche leidenschaftlich gerne italienisch. Am Familientisch berühmt ist insbesondere meine Lasagne.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönsten Erinnerungen?
Mit „Never Been Stopped“ vom Album „The Land in Your Pocket“, dem ersten Song, den ich in Güstrow für Nitebrain komponierte. Übrigens auch der Nitebrain-Lieblingssong meiner Frau.
An welches Geschenk erinnern Sie sich gerne und von wem haben Sie es bekommen?
An die Schallplatte „Greatest Hits“ von Nazareth, die mir mein Freund Dieter Navky mit 16 Jahren zu Weihnachten schenkte. Er ist tragisch mit 25 Jahren gestorben und ich trage die Erinnerung an ihn immer mit mir.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich möchte meine Romantrilogie „Traumzeitsaga“ in Form eines bereits komponierten Konzeptalbums nach dem Vorbild des Pink Floyd-Albums „The Wall“ mit meiner Band Nitebrain musikalisch umsetzen.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Bücher schreiben und Musik komponieren werden auf jeden Fall dazu gehören, am besten an einem malerischen Strand in Südfrankreich.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Dem Schulleiter der Freien Schule Güstrow, Dr. Ralf Boldt, weil er für ein beispielhaftes Bildungsprojekt steht.

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