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Güstrower Anzeiger

05. Dezember 2016 | 01:29 Uhr

Polizei Güstrow : Vermehrt Einbrüche in Lauben

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kalte Jahreszeit lockt Langfinger an – auch in Güstrows Gartenhäuser wird eingebrochen. Der Ziegeleiweg ist auffällig häufig betroffen.

Die Kleingartensaison neigt sich dem Ende entgegen, die letzten Arbeiten sind erledigt und die Laubenpieper zieht es wieder in die warmen Stuben. Somit wird die kalte Jahreszeit auch zur Hochzeit für alle Langfinger. Die verlassenen Gartenanlagen werden zu einem begehrten Ziel für Diebe. Das bestätigt auch Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow. „Allein in Güstrow wurden in den vergangenen zwei Monaten zehn Einbrüche zur Anzeige gebracht“, rechnet der Polizeihauptkommissar zusammen.

Für Güstrow kann Frahm auch einen leichten Anstieg an Laubeneinbrüchen in diesem Jahr ausmachen. „Im Landkreis ist die Zahl hingegen im Vergleich zum Vorjahr stabil“, sagt Gert Frahm und spricht insgesamt von etwas mehr als 100 Delikten. Es sei jetzt genau die Zeit für Einbrüche, bestätigt der Polizist. In Abwesenheit der Eigentümer bietet sich für die Langfinger in den verlassenen Gartenanlagen stets eine günstige Gelegenheit. Auch, weil die Lauben und Schuppen nur wenig bis gar nicht gesichert sind „und die Zäune sind in der Regel auch nur flach“, sagt Frahm.

„Hauptziel der Diebe sind stets höherwertige Werkzeuge und Gartengeräte“, beschreibt Frahm. Am besten sei es natürlich diese Geräte mit dem Ende der Gartensaison auch mit nach Hause zu nehmen. Das sei am sichersten. „Viele haben die Geräte aber nur wenig gesichert in einem Schuppen abgestellt. Dann haben wir auch kaum verwertbare Spuren“, sagt Gert Frahm und fügt hinzu: „Die Schuppen sind oft nur mit einem Vorhängeschloss gesichert. Das wird gekappt und die Wertgegenstände entnommen – das war es schon.“ Die Bereicherung durch einen Weiterverkauf könne eine Chance sein, den Dieb zu erwischen, aber Verkäufe von privat an privat sei dies eher schwer.

Besser sei es präventiv zu denken. „Hilfreich ist es die Wertgegenstände über den Winter zu entfernen, alle Schränke offen zu halten und die Gardinen nicht zu schließen“, erklärt der Polizeihauptkommissar. So gewährt man dem potenziellen Einbrecher einen Blick ins Innere und zeigt, dass nichts zu holen ist. Eine Garantie sei auch das natürlich nicht, weiß Frahm. „Wir haben auch schon erlebt, dass all das beherzigt und dennoch eingestiegen wurde“, erklärt der Polizist weiter.

Besonders häufig wurde jüngst in der Güstrower Kleingartenanlage im Ziegeleiweg eingebrochen. „Warum ist schwer zu sagen, aber wir konnten Anfang Oktober einen Tatverdächtigen festnehmen. Er wurde von einem Geschädigten wiedererkannt“, sagt Frahm. Sollte die Einbruchserie nun beendet sein, bestehe möglicherweise ein Zusammenhang, deutet Gert Frahm an.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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