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Sauberkeit in der Stadt : Tretminen verärgern Güstrower

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

1565 gemeldete Hunde müssen auch mal austreten und wenn Herrchen sich nicht bückt, bleibt der Haufen einfach liegen – ein ständiges Ärgernis.

Immer wieder sind die nicht weggeräumten Hundehaufen ein Thema in der Barlachstadt. Im Selbsttest hatten wir vor knapp einem Jahr mehr als 50 Hundehaufen alleine im Innenstadtbereich gezählt. Die Stadt sah damals keinen Handlungsbedarf. Jüngst machte nun ein Aktivist anonym wieder auf das Problem aufmerksam, steckte Fähnchen mit der Botschaft „Haufen sucht Herrchen“ in die Tretminen. Unsere Glosse zu diesem Thema erhitzte die Gemüter derer, die sich durch die vielen Hinterlassenschaften belästigt fühlen.

Darunter auch René Evert: „Wir wohnen in der Domstraße, haben Kinder und es ist momentan einfach unmöglich die ganzen Hundehaufen zu ignorieren. Als ,Betroffene‘ fanden wir die Aktion gelungen und amüsant“, fasst der Güstrower zusammen. Das es in der Barlachstadt ein Problem mit nicht entfernten Tretminen gibt, bestätigt auch die Stadtverwaltung. „Der Baubetriebshof entfernt täglich zwischen 15 und 20 Hundehaufen im Stadtzentrum“, informiert Karin Bartock, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt. Zweimal im Monat gingen auch telefonisch Meldungen über Verunreinigungen beim Baubetriebshof ein. Auch der Fahrer der Kehrmaschine werde häufiger direkt durch die Bürger informiert, berichtet Karin Bartock.

Als Schwerpunkte benennt die Stadtsprecherin den Markt, Pferdemarkt, die Mühlenstraße sowie die Grünanlagen im Zentrum. „Insgesamt hat sich der Zustand im Zentrum und auf dem Distelberg verbessert“, schätzt Bartock ein. Nach Bewertung der Außendienstmitarbeiter habe sich der Zustand jedoch in der Südstadt und anderen Außenbezirken verschlechtert.

38 Hundekottüten-Spender stehen im Stadtgebiet für die 1565 gemeldeten Vierbeiner zur Verfügung – übrigens 83 mehr als noch vor einem Jahr. Die Spender werden regelmäßig kontrolliert, ist aus der Stadtverwaltung zu erfahren. Für die Kontrolle der Hundehalter ist indes der Kommunale Ordnungs- und Sicherheitsdienst (KOSD) verantwortlich. Wer erwischt wird zahlt 20 Euro Verwarngeld. Das kommt offenbar aber nicht alt zu oft vor, denn die Mitarbeiter des KOSD haben im vergangenen Jahr gerade einmal e  i  n Verwarngeld ausgesprochen. Das Problem: „Halter müssen bei der Tat erwischt werden“, erklärt Bartock den geringen Ahndungserfolg.

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erstellt am 17.Mär.2017 | 21:00 Uhr

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