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Radverbindung für Hoppenrade : „Tour de Chance“: neuer Impuls?

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Radwegenetz: Verbindung zwischen Kölln und Groß Grabow auf Prioritätenliste. 2018 möglicher Baubeginn.

16 Jahre ist es her, dass sich ein Radfahrer-Konvoi in Hoppenrade aufmachte, um die Radwege in der Gemeinde abzufahren, genauer: auf der damaligen Bundesstraße 103, auf der ein separater Weg für sie fehlte. Die Aktion des Heimatvereins hatte für Aufsehen gesorgt, liegt die Gemeinde doch fast genau in der Mitte der Verbindung zwischen Kreisstadt und Luftkurort Krakow am See. Gefahren wurde eine „Tour de Chance“, wie die Hoppenrader die Aktion nannten. Sie wollten damit Radwegen entlang der wichtigen Verkehrsader eine Chance geben. Immerhin sind hier nach neueren Messungen täglich 2340 Kraftfahrzeuge im Jahresdurchschnitt unterwegs.

Für Radfahrer bleibt die Tour auch nach Herabstufung der Straße ein gefährliches Pflaster, erst recht, da sich der Bau der Autobahnbrücke über den Petersdorfer See um mindestens ein Jahr verzögert. Immer wieder mal wurden seitdem kleinere Stücke neben der Straße mit Asphalt überzogen. Immer noch klaffen zwei entscheidende Lücken, die die Verbindung kappen.

Doch die Hoppenrader lassen nicht locker, auf ihrem Dorffest im Sommer sägten sie um die Wette, um wieder auf das Manko aufmerksam zu machen. Bei weitem nicht nur touristische Ziele haben sie dabei im Auge, sondern auch ganz pragmatische im Eigensinn. So versteht Bürgermeisterin Birgit Kaspar eine Vervollständigung des Radweges nach Krakow am See auch als einen Beitrag zur Weiterführung des dortigen Schulstandortes.

Genau dieser nach Süden führende Abschnitt von Kölln (Gemeinde Hoppenrade) nach Groß Grabow (Krakow am See), 2200 Meter lang, könnte jetzt einen Impuls bekommen. Erwartet wird nun, da die Landesregierung ihre Arbeit nach der Landtagswahl fortsetzt, die Bekanntgabe des Lückenschlussprogramms für die nächsten zwei Jahre im Radwegebau. Während der parlamentarischen Sommerpause hatte der Wirtschaftsausschuss des Landkreises dem Infrastrukturminister seine Zustimmung zu seiner Prioritätenliste mitgeteilt. Folgt das zuständige Ministerium dieser Liste, könnte bei normalem Planungsverlauf Ende 2018 mit dem Bau eines Radweges entlang des auf Krakower Gebietes liegenden Abschnittes der heutigen L37 begonnen werden, informierte Kreissprecher Michael Fengler auf SVZ-Nachfrage. Rund 350  000 Euro Kosten werden für die Spur zwischen Kölln und Groß Grabow prognostiziert.

Der Lückenschluss zwischen Hoppenrade und Krakow am See, nach am Ende vielleicht 20 Jahren „Tour de Chance“, wäre ein gewaltiger Fortschritt. Dann bliebe „nur“ noch das 3,9 Kilometer lange Stück zwischen dem Bahnübergang Hoppenrade über Mühl Rosiner Gemeindeland nach Klueß. Kreissprecher Fengler: „Die letztliche Entscheidung liegt beim Land als Straßenbaulastträger.“

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erstellt am 14.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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