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Güstrower Anzeiger

10. Dezember 2016 | 23:23 Uhr

Autoren : Texte und Fotografie mit Tiefgang

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die ehemaligen Tierärzte Heinrich Baumann und Robert Siering kennen sich seit Jahren – nun haben sie ein gemeinsames Buchprojekt.

Robert Siering und Heinrich Baumann kennen sich schon einige Jahrzehnte. Vor der Wende haben die heute 73-Jährigen als Tierärzte gearbeitet. „Wir sind ein Jahrgang und haben uns schon zu Beginn unseres Arbeitslebens kennengelernt“, erinnert sich Heinrich Baumann, der in Wattmannshagen tätig war und dort noch heute lebt. Sein Kompagnon, Robert Siering, lebt in Kuchelmiß, wo er einst als Tierarzt Großvieh versorgte. „Mit der Wende folgte ein ziemlicher Bruch für uns. Wir konnten nicht mehr als Tierärzte arbeiten und mussten uns neu orientieren“, erklärt Robert Siering. Während Siering als Arbeitstherapeut für Suchtkranke beim Serrahner Diakoniewerk unterkam, baute Baumann das Versorgungsamt in Rostock auf.

„Wir hatten stets gemeinsame Interessen. Über die Jahre haben wir immer eine lose Verbindung gehalten, haben Bücher ausgetauscht“, beschreibt Baumann die Freundschaft zu Robert Siering. Mit Beginn der Rente, nutzten die Männer die gewonnene Freizeit, um sich ihren Hobbys zuzuwenden. Während Heinrich Baumann mit der Kamera die Natur der Region im Foto festhielt, schloss sich Robert Siering den „Schreiberlingen“ in Krakow am See an. „Das ist eine Gruppe von Frauen, die alle in unterschiedlichen stilistischen Richtungen schreiben. Ich bin über Jana Lange zu ihnen gekommen“, sagt Siering und fügt hinzu: „Durch diese Frauen bin ich überhaupt erst zum Schreiben gekommen.“

Mit seinem Bruder Waldemar verfasste Siering bereits zwei Bücher, die im Steffen-Verlag erschienen sind. In „Das geht auf keine Kuhhaut“ haben die Brüder, beide Tierärzte, teils skurrile, teils vergessene Behandlungsmethoden zusammengetragen. Das zweite Buch thematisiert „Orte mit kuriosen Namen in Mecklenburg-Vorpommern“. Robert Siering zeichnet hier die passenden Karikaturen zu den Geschichten. „Nicht selten bin ich dafür auch als böser Spaßvogel bezeichnet worden“, sagt Siering.

Heute hat er sich der, wie er sagt, „strengen Poesie“ verschrieben. „Die ist nicht immer unpolitisch“, fügt er hinzu. Gemeinsam mit Heinrich Baumann entwickelte er daraus eine Buchidee. „Es ist unser erstes gemeinsames Projekt“, erklärt Siering, der die Idee hatte seine strengen Texte durch Fotos mit Tiefgang zu illustrieren – Baumann schien ihm dafür der perfekte Partner. „Ich dachte mir: Wenn einer das kann, dann er“, lobt Robert Siering den Hobbyfotografen für seine Arbeiten. Entstanden ist „Wenn ich ein Baum wäre“. Nun würden die Senioren ihr gemeinsames Werk gerne veröffentlichen. „Dafür suchen wir einen Verlag“, erklären sie. Einen Probedruck haben die 73-Jährigen bereits in Neubrandenburg anfertigen lassen. „Wir sind uns sicher, dass es dafür einen Markt gibt“, sagt Siering, der wichtige Erfahrung bei den Buchprojekten mit seinem Bruder sammeln konnte. „Es wäre toll, wenn sich ein Verlag bei uns melden würde, denn für die Schublade ist unser Buch doch viel zu schade“, hofft Siering.

Kontakt: Robert Siering, Telefon 038456 60840

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erstellt am 26.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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