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Güstrower Anzeiger

04. Dezember 2016 | 07:03 Uhr

Förderschulen Landkreis Rostock : Streit um Internate noch nicht beigelegt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Eigentlich sollten die Internate der Förderschulen in Graal-Müritz und in Bad Doberan im Sommer schließen. Zu geringe Auslastung, zu teuer, keine Pflichtaufgabe, hatte der Landkreis argumentiert. Nach heftigen Protesten aus beiden Städten hatte der Kreistag eine Entscheidung vertagt und nochmals die Ausschüsse bemüht. Selbst eine Arbeitsgruppe wurde gebildet. „Umsonst?“, fragte sich jetzt Peter Georgi (Linke) auf der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Jugend am Donnerstagabend in Bad Doberan. Zur Beratung hatte die Kreisverwaltung einen neuen Beschluss vorgelegt. Darin heißt es, dass die Internate geschlossen werden – Punkt. Erreichen wollten die Mitstreiter in der Arbeitsgruppe aber eine Nachnutzung der Internate in geänderter Trägerschaft. „Mir doch egal, wer der Träger ist und ob es nun Internat oder Wohngruppe heißt – Hauptsache Kinder können auch künftig, so es notwendig ist, an den Schulen untergebracht werden“, betonte Peter Georgi. Die Ausschussmitglieder formulierten die Beschlussvorlage neu. Als nächstes werden sich die Mitglieder des Kreisausschusses am Mittwoch, 16. November, damit beschäftigen.

Die Vorhaltung eines Internates zählt zu den freiwilligen Leistungen des Landkreises. Verpflichtet ist der Landkreis nur, wenn es sich um ein überregionales Angebot wie im Falle der Gehörlosenschule handelt. Die Angebote in Graal-Müritz und Bad Doberan aber seien regional. Den Betrieb von Internaten an den Förderschulen in Güstrow, Bützow und Teterow hatte der Landkreis Güstrow schon vor mehr als 15 Jahren eingestellt.

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erstellt am 12.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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