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Güstrower Anzeiger

25. Juni 2016 | 03:33 Uhr

Bandwettbewerb in Güstrow : „Storch Heinar“-Plakate zerstört

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Veranstaltungsplakate für Musikband-Wettbewerb am 5. März in Güstrow abgerissen

Am 5. März steigt in Güstrow die erste Runde des landesweiten Bandcontests des Satire-Projekts „Storch Heinar“. Lokale Bands und Nachwuchsmusiker wollen unter dem Motto „Nazis den Marsch blasen“ im Studentenklub „StuK“ für eine friedliche Gesellschaft und gegen rechte Gewalt musizieren. Das hat offenbar die rechtsextreme Szene auf den Plan gerufen. Die am Mittwoch aufgehängten Veranstaltungsplakate für das Konzert im „StuK“ wurden allesamt zerstört. „Wir haben weit über 90 Prozent unserer Plakate verloren. Alles wurde mutwillig abgerissen“, sagt der Güstrower Philipp da Cunha, der den Wettstreit mitorganisiert. Nur zwei Plakate am Wall, direkt vor der Kreisverwaltung haben die Nacht überstanden.

Doch da Cunha, der für die SPD im Kreistag und im Güstrower Stadtparlament sitzt, gibt sich kämpferisch: „Wir werden uns von der Zerstörung der Storchen-Plakate nicht abschrecken lassen und neue Plakate aufhängen. Wir freuen uns sehr auf den Auftakt des Bandwettbewerbs und werden gemeinsam mit den zahlreichen Gästen zeigen, dass Neonazis und Menschenfeinde auch in Güstrow eine Minderheit sind.“

Das Satire-Projekt „Storch Heinar“, getragen von der Initiative „Endstation Rechts“ , will nach eigenem Bekunden den Wiedereinzug der NPD in den Landtag in Schwerin verhindern. Dazu wird zum landesweiten Bandcontest eingeladen. Von März bis Mai in ganz MV mit fünf Vorrunden in Güstrow, Schwerin, Neubrandenburg, Wismar und Greifswald sowie einem ultimativen Finale Ende Mai im Rostocker „Mau Club“. Die erste Vorrunde steigt am 5. März in Güstrow im „StuK“, Schwarzer Weg 6. Der Einlass beginnt um 19.30 Uhr. Als Bands und Musikanten haben sich unter anderem angekündigt: „Riot Teddy“, „GermsX“, „NoMadigX“ und „Petrel“. Das Publikum gemeinsam mit einer Fachjury entscheidet, welche der Bands zum Finale im Rostocker „Mau Club“ fährt. „Alle friedliebenden Menschen in der Region sind sehr herzlich eingeladen, gemeinsam mit uns zu feiern und ein Zeichen gegen rechte Gewalt und Zerstörungswut zu setzen“, sagt Philipp da Cunha.

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erstellt am 25.Feb.2016 | 21:00 Uhr

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