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Güstrower Anzeiger

23. August 2016 | 23:03 Uhr

Pizzabäcker : Steinofen „Marke Eigenbau“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Francesco Iacovino backt original italienische Steinofenpizza in Mühl Rosin / Handwerk vom Bruder in Italien gelernt

Durch Mühl Rosin weht seit kurzem der Duft von frischer Steinofen-Pizza – gebacken nach original italienischem Rezept. Mit Francesco Iacovino gibt es hier jetzt einen Pizzabäcker, der sein Handwerk in Süditalien gelernt hat und mit Leidenschaft bei der Sache ist. „Ich wurde in Noepoli geboren, einer kleinen Gemeinde im Süden Italiens. Hier brachte mir mein Bruder das Pizzabacken bei“, erzählt Francesco Iacovino in einem etwas gebrochenem, aber gut verständlichen Deutsch. „Eigentlich bin ich gelernter Elektriker. Doch Pizzabacken macht mir mehr Spaß.“


Von Süditalien nach Mecklenburg


„Zehn Jahre lang habe ich mit meinem Bruder Pizza in Italien gebacken. Das waren 500 am Tag“, erzählt er über seine Anfänge in der Branche. „Dann wollte ich Europa kennenlernen. Ich ging nach Dänemark.“ Dort lernte er seine heutige Frau kennen – die aus Mühl Rosin kommt. Sie bekamen ein Kind und gingen in ihre Heimat. Das war im März 2011. „Zunächst arbeitete ich in meinem alten Beruf als Elektriker. Jeweils ein halbes Jahr in Güstrow und in Warnow. Dann kam mir die Idee, meinen eigenen Steinofen zu bauen“, erzählt der 33-Jährige Francesco Iacovino.

Zusammen mit seinem Schwiegervater, der Tischler ist, baute der Italiener eine kleine Pizzeria und den Ofen in Mühl Rosin. „Knapp fünf Monate haben wir gebraucht, dann war alles fertig gebaut“, sagt er. Es dürfte laut Iacovino die einzige Steinofenpizza in der Region sein, die auf Schamottsteinen gebacken wird. Diese halten die Temperatur und sind ganz traditionell aus Italien. Das Angebot umfasst Klassiker, Pizzabrot, aber auch Pizzen, die nicht so gewöhnlich sind. Insgesamt sind es 25 verschiedene. Von seiner Heimat inspiriert ist die „Noiese“, eine Pizza mit Zutaten aus der Region um Noepoli. Die „Parmigiana“ mit Auberginen und Schinken kennt laut dem Italiener auch nicht jeder. Und er mag Variationen, beispielsweise mit Apfel und Gorgonzola. „Die Zutaten sind immer ganz frisch. Ich pflanze viel selbst an. Der Oregano kommt aus meiner Heimat“, sagt Iacovino stolz. „Es läuft bisher sehr gut. Die Leute sind zufrieden. Daher sehe ich optimistisch in die Zukunft“, sagt der Pizzabäcker.

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