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Güstrower Anzeiger

28. Juli 2016 | 01:04 Uhr

Sportfest mit Flüchtlingskindern : „Sport macht keine Unterschiede“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

LAC Mühl Rosin veranstaltet erstes Sportfest mit Flüchtlingskindern in Turnhalle der Sportschule Güstrow

Sport verbindet. Beim gemeinsamen Training wird der Teamgeist gestärkt. Es liegt also nahe, Sport auch als Vehikel zur Integration von Flüchtlingskindern einzusetzen. Das dachten sich auch die Verantwortlichen des Leichtathletik Clubs (LAC) Mühl Rosin und organisierten in der Turnhalle der Güstrower Sportschule erstmals ein Sportfest für Flüchtlingskinder. „Wir veranstalten jährlich auch ein Sportfest mit Shodino-Kindern. Das ist immer eine tolle Sache. Deshalb wollten wir jetzt auch mal Flüchtlingskinder einladen“, sagt Wibke Schulz, Trainerin im Jugendbereich beim LAC Mühl Rosin. Und der Erfolg der Premiere gibt ihr Recht. „Es war echt toll. Die Flüchtlingskinder haben sich total gefreut, als sie zum Schluss noch eine LAC-Medaille von uns bekommen haben. Es wird auf jeden Fall eine Wiederholung geben“, sagt Wibke Schulz.


Wichtiger Schritt zur Integration


15 Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft im Güstrower Waldweg waren zum Sportfest gekommen, viele aus Syrien. „Wir haben das Angebot dankend angenommen. Die Beschäftigung für die Kinder ist wichtig, ebenso der Kontakt zu Deutschen“, sagt Nicole Ernst, Betreuerin im Flüchtlingsheim im Waldweg. Solche Veranstaltungen seien wichtige Schritte zur Integration.

Diesen Gedankengang griff Wibke Schulz gerne auf: „Sport macht keine Unterschiede. Berührungsängste gehen beim Sport verloren. Und auch die Sprache spielt nicht so eine große Rolle.“ Und nicht ganz uneigennützig fügte sie hinzu: „Vielleicht entdecken wir bei dieser Gelegenheit ja noch ein paar verborgene Talente.“

Gemeinsam mit rund 30 Kindern und Jugendlichen des LAC von der 1. bis zur 12. Klasse ging es dann beim gemeinsamen Aufwärmen und bei Staffelspielen, alles begleitet von Musik, rund. Die Flüchtlingskinder wurden in die Teams mit den Deutschen integriert. „Um den Teamgeist zu fördern“, so Wibke Schulz. Alle LAC-Leichtathleten zogen zu Beginn aus Solidarität ihre Turnschuhe aus, da die Flüchtlingskinder keine hatten. Und die freuten sich über die Abwechslung und machten ordentlich mit.

Wibke Schulz ist froh über die gelungene Premiere. Gemeinsam mit Stephanie Krüger, Birgit Meier, Ines Hapke vom LAV Mühl Rosin und dem Schulleiter der Güstrower Sportschule, Detlev Müller, hatte sie das Sportfest organisiert. „Und natürlich haben sich auch viele Eltern eingebracht, z. B. Kuchen gebacken“, fügt Wibke Schulz dankbar an. Sie plant bereits ein zweites Sportfest mit Flüchtlingskindern.

 

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erstellt am 12.Nov.2015 | 21:00 Uhr

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