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Güstrower Anzeiger

09. Dezember 2016 | 20:22 Uhr

110 Jahre Hockey in Güstrow : Sie bauten an einem Leuchtturm

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Festveranstaltung zu 110 Jahren Hockeysport in Güstrow mit ehemaligen Spielern, Übungsleitern und vielen mehr.

Zu einem Festempfang lud der Allgemeine Turn- und Sportverein (ATSV) Güstrow am Freitagabend ein. Übungsleiter, Mannschaftskapitäne, ehemalige Spieler und verdienstvolle Trainer des Vereins, sowie Vertreter befreundeter Vereine waren zum 110-jährigen Bestehen des Hockeysports in Güstrow ins Hotel am Schlosspark gekommen.

Johannes Bever, Abteilungsleiter Hockey, erinnerte an die abwechslungsreiche Geschichte seines Sports in Güstrow. So hatten die Hockeyspieler Güstrows häufige Namensänderungen der Vereine hinnehmen müssen, jedoch waren die Sportler in fast allen Zeiten sehr erfolgreich. Und genau darum sollte dieser runde Geburtstag gebührend gefeiert werden.

Torsten Renz, am Vortag aus seinem Amt geschiedener Stadtpräsident, hob den Verein als drittgrößten in Güstrow hervor. Jürgen Michael Glubrecht, Präsident des ostdeutschen Hockeyverbandes, legte noch einen drauf. „Güstrow ist hockeymäßig ein Leuchtturm“, sagt er und zeigte sich der Stadt dankbar bezüglich der Möglichkeit so mancher Turnieraustragung in der Sport- und Kongresshalle.

Im Güstrower Sportverein von 1906 war auch Hockey etabliert worden und gehört seitdem zum Güstrower Sportangebot. Von damals gibt es keine Zeitzeugen mehr, indes aber einige verdienstvolle ehemalige Spieler, die den Verein über Jahrzehnte begleiteten. Einer der langjährigen Spieler war Herbert Hillmann. Der heute 86-Jährige spielte von 1946 bis 1958 für die Güstrower Mannschaft. „In schlimmen Jahren war der Sport für mich ein Halt“, sagt er. Insbesondere die gute Gemeinschaft hob er hervor. „Ich möchte diese Zeit nicht missen, die zu meiner Jugend gehörte“, fügt er an.

Von 1950 an gehörte auch Claus Schuller zum Team. „Am 100. Geburtstag des Vereins hatte ich mein letztes Spiel“, erklärt der 79-Jährige.

Bereits ein halbes Jahrhundert ist auch Wolfgang Seidel (61) dabei. Ob als Spieler oder Übungsleiter – ohne Hockeysport möchte er sich das Leben nicht vorstellen. Auch seine Familie wurde davon infiziert. „Meine drei Söhne und jetzt der Enkel spielen alle Hockey“, sagt er.

Wenn man den Güstrower Hockeysport betrachtet, darf ein Name auf keinen Fall fehlen: Jürgen Neumanns. Heute Präsident des Hockeyverbandes in M-V, war schon in jungen Jahren seine Liebe zu diesem Sport geweckt. „Ich habe damals an der Schützenwiese gewohnt und habe sechs Jahre gespielt“, erzählt er. Hätte ihn nicht ein schwerer Unfall in der Kongresshalle jäh aus dem Sport herausgerissen, hätte er sicher noch einige Jahre drangehängt. Dennoch hat Jürgen Neumann der Hockeysport nicht losgelassen. Er arbeitete unter anderem als Schiedsrichter und als Co-Trainer der Jugendauswahl. Im Ehrenamt ist er seit nunmehr 60 Jahren tätig. „Mein Leben ist Hockey“, sagt er selbst. Und das wird wohl auch weiterhin so bleiben.

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