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Güstrower Anzeiger

08. Dezember 2016 | 01:16 Uhr

Landkreis Rostock : Schullandschaft bleibt stabil

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Landkreis Rostock legt Schulentwicklungsplan vor - Sonderregelung für Regionalschule Krakow am See

Die Schulen in Güstrow und Teterow sind randvoll. Auch in Krakow am See wird es künftig eine weiterführende Schule geben. Der Landkreis Rostock legt erstmals eine Schulentwicklungsplanung für die Zeit bis zum Schuljahr 2020 vor. Das Fazit: Alle Schulstandorte haben Bestand.

Groß war die Sorge vor einem Jahr in Krakow am See. Die Regionale Schule stand auf der Kippe. Weiterführende Schulen benötigen laut Schulgesetz MV 36 Schüler für die Eingangsklasse 5 – eine magische Zahl, die im Luftkurort nicht immer erreicht wird. Schon mehrfach hatte es deshalb Ausnahmegenehmigungen gegeben. Die Kreisverwaltung schlug eine Fusion der Schulen Krakow am See und Lalendorf vor. Amtsausschuss und Kommunen hatten sich für den Erhalt beider Schulen eingesetzt (SVZ berichtete), mit Erfolg, wie sich nun zeigt. Ohne Sonderregelung geht es nicht. Auch in den nächsten Jahren kommen für die Regionale Schule Krakow am See voraussichtlich nicht die notwendigen 36 Schüler für die 5. Klasse zusammen, berichtete Sabine Stelley, Leiterin des Schulverwaltungs- und Kulturamtes, den Mitgliedern des Ausschusses für Bildung, Kultur und Jugend auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend. Das Schulgesetz sieht aber für den Fall, dass bei Schließung einer Schule sich für die Mädchen und Jungen Fahrtwege von mehr als 60 Minuten zur nächsten Schule ergeben würden, eine Sonderregelung vor. Danach reduziert sich die Mindestschülerzahl auf 22. Damit sei die Regionale Schule Krakow am See auf der sicheren Seite. Ob es denn auch wirklich sicher sei, dass das Kultusministerium einer Sonderregelung zustimme, wollte Lydia Fahed (Die Linke) wissen. Die Argumente sprächen für sich, so Stelley. Für Schüler aus dem Bereich Linstow, Dobbin, Serrahn, Kuchelmiß käme zu den nächstgelegenen Regionalen Schulen in Lalendorf oder Zehna eine Fahrzeit von über eine Stunde zusammen.

Neben Krakow am See sind Sonderregelungen auch für die Regionale Schule Bernitt, die Kleinen Grundschulen Warnow und Rerik sowie das Gymnasium Bützow notwendig. Hinzu kommt eine Sonderregelung für die Schule in Jördenstorf (hier werden viele Flüchtlinge beschult). „Unsere Schullandschaft ist stabil und bietet damit gute Bedingungen für die Inklusion im Landkreis“, resümiert die Leiterin des Schulverwaltungsamtes.

„Mit nur sechs Sonderregelungen sind wir richtig gut“, schätzt die Leiterin des Schulverwaltungsamtes ein. Immerhin geht es im Landkreis Rostock um 74 allgemeinbildende Schulen, 61 davon sind öffentliche Schulen, 13 in freier Trägerschaft. An den öffentlichen Schulen werden rund 17 000 Schüler unterrichtet. Eine strukturelle Veränderung irgendwann bis 2020 ist lediglich in Tessin angedacht. Dort könnte die derzeit eigenständige Grundschule Teil der Regionalen Schule werden. Ein Beschluss der Stadtvertretung Tessin darüber steht noch aus, so dass die Schulentwicklungsplanung erst zum Jahresende abgeschlossen werden kann. Auch fehle der Rücklauf aus den Schulkonferenzen noch zu rund 80 Prozent. Diese, so erklärte Stelley, würden vielfach erst in den nächsten Wochen tagen. Dem Kreistag wird der Schulentwicklungsplan erst im nächsten Jahr vorgelegt.

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erstellt am 12.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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