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Güstrower Anzeiger

28. Juni 2016 | 20:37 Uhr

Recknitz-Campus : Schulessen – Neustart in Laage

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Großer Anbieter versorgt seit gestern auch Recknitz-Campus Laage / Stadt als Schulträger hatte lange gesucht

Selbstverständlich gab es Nudeln, aber auch Senfei und Nudelsalat. Das Unternehmen „uwm“ (unsere warme Mahlzeit) versorgt seit gestern Schüler des Recknitz-Campus Laage mit Mittagessen. Nach der Schließung des Speisegebäudes 2012 hatte die Stadt lange nach einem Essenanbieter gesucht. „Wir sind sehr zufrieden, dass es nun endlich so weit ist“, betonte Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst, die sich die Sache gestern Mittag gleich selbst ansah.

In den vergangenen Wochen waren im Haus 2 der Kooperativen Gesamtschule mit Grundschulteil Kellerräume hergerichtet worden. Elektroleitungen mussten verlegt, Heizkörper installiert werden. Außerdem wurden einige Fenster vergrößert, damit der Essenraum freundlicher aussieht, erklärt Lochner-Borst. Ursprünglich suchte die Stadt nach einen Essenversorger, der vor Ort im Speisegebäude kocht und dort das Essen serviert. So jemanden fand man nicht und entschied deshalb den ehemaligen Speiseraum im Schulgebäude wieder zu aktivieren.

85 Portionen wurden gestern ausgegeben. „Wir hatten vorher bei den Eltern den Bedarf ermittelt“, berichtet Laages Bürgermeisterin. Das Interesse an einem Schulessen sei weit größer gewesen. Aber Kinder hätten manchmal andere Vorstellungen als ihre Eltern, denkt Lochner-Borst. Den etwa 900 Mädchen und Jungen am Recknitz-Campus würden auch nach wie vor die Angebote der Volkssolidarität, von Andreas Springer, Bäcker Stern und der Gang in den nahen Supermarkt offen stehen. „Das wird sich entwickeln“, meint Lochner-Borst. Maria Buchweitz von „uwm“ stimmte dem gestern zu. Vier Gerichte und einen Salat würden täglich angeboten. Ausgewogen, abwechslungsreich und gesund soll das Essen sein. Unter der Prämisse hatten die Stadt den Essenversorger ausgesucht. Das Unternehmen aus Demen bei Crivitz kocht wochentags rund 6500 Essen und beliefert damit Schulen und Kindertagesstätten in ganz MV. „Bei uns gibt es das Vitalmenü, ein Projekt mit dem Agrarmarketing MV, das aus regionalen Produkten hergestellt wird“, macht Maria Buchweitz aufmerksam.

„Gut, dass es wieder Essen in der Schule gibt“, sagte gestern Julia Welker. Allerdings sei ihr die Essenspause ein bisschen zu früh. „Wenn wir aber langen Schultag bis 17 Uhr haben, braucht man etwas Richtiges im Magen“, fügt sie hinzu. Franziska Zaumseil und Katharina Ruhm stimmen zu. Bisher hatte es bei den Schülerinnen der 10. Klasse eher einen Snack aus dem Supermarkt zum Mittag gegeben. Oder man nutzte das Angebot von Müttern, die zweimal die Woche ehrenamtlich für die Kinder kochten und dafür den Hauswirtschaftsraum nutzten. Dieses Angebot gibt es nun nicht mehr. „Es wäre nun wirklich kontraproduktiv“, erklärt Kerstin Sadzulewski. Man weiche auf das Angebot eines gesunden Frühstücks aus. „Mal sehen, ob das funktioniert“, sagt die Laagerin und ist selbst gespannt.


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erstellt am 16.Sep.2014 | 06:00 Uhr

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