zur Navigation springen

Lohmen : Projekte „aus Schublade gezogen“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gemeinde Lohmen hofft auf spezielle Förderung des Bundes und reicht vier Projekte zur Dorferneuerung ein.

Die Gemeinde Lohmen hat eine unerwartete Förderquelle aufgetan. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die 33 Gewinner des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ 2016 eingeladen, Vorzeigeprojekte zur ländlichen Entwicklung einzureichen. Die Förderung kann bis zu 100 Prozent betragen. Lohmen hatte bei dem Wettbewerb eine Bronzemedaille gewonnen. Sofort habe die Gemeinde vier Projektideen „aus der Schublade gezogen“, sagt Bürgermeister Bernd Dikau. „Wir wollen mehrere Eisen im Feuer haben.“ Ende nächster Woche müssen die Vorschläge beim Ministerium in Berlin sein.

Ob eines der Projekte aus Lohmen auch angenommen und gefördert wird ist noch völlig offen. Dennoch rechnet sich Dikau gute Chancen aus. Sein Favorit bei den vier Projekten ist die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für die weitere Gestaltung des Areals „Dreiseiten-Pfarrhof mit Kirchhof und Dorfplatz“ in Lohmen – nicht weniger als die komplette Neugestaltung des Dorfkerns. Die dazu gehörende Pfarrscheune ist bereits rekonstruiert, die Außensanierung des Pfarrstalls befindet sich in den letzten Zügen. „Jetzt wird noch das Mauerwerk verfugt und das Holzfachwerk im gleichen Farbton gestrichen wie die Pfarrscheune. Es soll alles als Ensemble rüberkommen“, erklärt Dikau. Der Innenausbau steht noch aus. „Zuvor müssen wir uns mit der Kirchgemeinde über die Nutzung einig werden“, sagt der Bürgermeister. Wohnungen, Büros oder Künstlerateliers sind angedacht. Für die Gestaltung des Bereichs zwischen Pfarrscheune und -stall sind in der Projektskizze u.a. überdachte Sitzmöglichkeiten, eine feste Bühne sowie Spielgeräte geplant.

Ein weiteres Projekt ist ein „Wettertheater“ an der Chausseestraße, eine Kombination von Wind- und Klangspielen zur Darstellung der Wirkung der Naturkräfte. Auch dieses Vorhaben hatte Dikau bereits „in der Schublade“. „Seit dem Jahr 2007“, sagt er. Das „Wettertheater“ soll eine Verbindung zwischen dem Infopunkt der Streuobstwiese und dem Lohmener Wasserwerk herstellen.

Ebenfalls reicht die Gemeinde Lohmen eine Projektskizze „Dorfmuseum“ ein. Dazu zählen der Speicher mit dem Museum, die alte Trafostation und das alte Feuerwehrgerätehaus. „Wir haben bei einzelnen Gebäuden einen Reparaturstau. Wichtig ist uns, alle Gebäude zu erhalten und zu nutzen“, sagt Dikau. Zudem solle es eine bessere Beschilderung zu den Sehenswürdigkeiten im Dorf geben.

Und schließlich will Lohmen mit dem Konzept „Barrierefreie Gemeinden“ punkten. Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Dobbertin und dem Dorf Pretschen im Spreewald soll analysiert werden, wie mehr Barrierefreiheit in den Gemeinden hergestellt werden kann. „Damit reagieren wir auf den demografischen Wandel“, sagt der Bürgermeister.

 

zur Startseite

von
erstellt am 16.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen