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Güstrower Anzeiger

30. September 2016 | 17:11 Uhr

Schule Krakow am See : Perspektiven in der Region schaffen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Auf der vierten Berufsmesse an der Regionalschule Krakow am See informierten sich Schüler und Eltern über Ausbildungsplätze.

Anfangs drücken sich die Jugendlichen noch etwas schüchtern am Rand herum. Doch nach kurzer Zeit drängen rund hundert junge Menschen, die meisten von ihnen 13 oder 14 Jahre alt, an die Stände der ausstellenden Firmen und beginnen ihre Fragerunden.

Alle zwei Jahre lädt die Regionale Schule Krakow am See zur „Berufsmesse“ ein, am Mittwochabend zum vierten Mal. 19 regionale Betriebe stellten sich und ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor. „Wir haben viele Firmen angeschrieben und eine bunte Mischung hat uns geantwortet“, freute sich die stellvertretende Schulleiterin Marianne Thiele über die breite Auswahl an angebotenen Berufen. Ziel sei es, jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten und sie so in der Region zu halten, erläuterte Thiele.


Persönliches Kennenlernen im Fokus


Entsprechend viel Unterstützung erhält die Schule von der Stadt Krakow am See, dem Unternehmerverband und dem Bundesprojekt „Demokratie leben“, das sich gegen Gewalt und Menschenfeindlichkeit richtet. „Wer eine Perspektive hat, ist weniger anfällig für rechtsextremistische Parolen“, erklärte Oliver Hohn, Projektkoordinator für die Region Krakow am See und Mecklenburgische Schweiz, die Idee hinter dem Projekt.

Viele Betriebe, die sich schon in den vergangenen Jahren vorgestellt haben, waren auch in diesem Jahr wieder vertreten. „Es ist viel netter, sich hier persönlich kennenzulernen“, befand das Team aus dem Güstrower Friseursalon Color and Cut. Gesellin Cindy Fischer und Auszubildende Anna Abrahamyan hatten einen Frisierkopf mitgebracht, an dem die Schüler mit einem Glätteisen ihr Talent beweisen konnten.

„Um Lehrstellen zu finden, ist die Messe vor allem für Neunt- und Zehntklässler nützlich. Achtklässler profitieren davon, sich über Praktika ausprobieren zu können“, resümierte Christian Thode aus Zehna, der mit seinem 13-jährigen Sohn Lysander die Messe besuchte. Dieser interessiert sich noch für viele Berufe, allerdings mit einer leichten Tendenz zum Bereich Medizin. Beim Güstrower KMG Klinikum war der Achtklässler damit an der richtigen Adresse. „Die Beratung fand ich interessant und hilfreich. Ich werde mich auf ein Praktikum bewerben, aber in Lohmen. Das liegt näher an meinem Wohnort“, plant der Schüler.

Die meisten auf der Messe befragten Jugendlichen wollen in der ländlich geprägten Region bleiben. Nur einige zieht es in die größeren Städte, wo mehr los sei. Bei ihnen steht Rostock hoch im Kurs.

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erstellt am 22.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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