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Güstrower Anzeiger

31. August 2016 | 04:23 Uhr

Am meisten Fahrzeuge im mittleren Leistungs-Segment unterwegs : Nur zehn Elektroautos im Landkreis

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mehrzahl der Autofahrer im Landkreis Rostock entscheidet sich für Hubraum bis 2000 Kubikzentimeter

Lieber klein oder groß? Wenn sich die Frage auf den Motor unter der Haube des heimischen Pkw bezieht, dann sind die Dicken in der Minderheit: 12,0 Prozent der Pkw im Landkreis Rostock haben einen Motor mit mehr als zwei Litern Hubraum. 34,4 Prozent sind mit Motoren unter 1,4 Litern unterwegs. Der Rest liegt dazwischen und damit in der Klasse zwischen 1400 und 1999. Ganz ohne Hubraum kommen nach den Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes, die diesem Vergleich zu Grunde liegen, zehn Pkw aus. Sie fahren mit Strom. Die Zahl wurde für 2014 erstmals erfasst.

Wenn neue Autos gekauft werden, stehen die Kleinen mit dem Argument „sparsam“ oder „ökologisch“ in Konkurrenz zum Spaß-Faktor. Wobei es nicht so ist, dass der Motor alles ist. Es kommt auch auf die Technik an.

Da gibt es beispielsweise den 918 Spyder von Porsche. 4,5 Liter, 886 PS; V 8-Zylinder-Motor aber 3,3 Liter auf 100 Kilometer oder 79g/km CO2. Ist halt ein Hybrid. Im Bestand spielt der aber natürlich keine tragende Rolle.

Da läuft die Entwicklung langsamer, weil viele Autos lange gefahren werden.

Der aktuelle Stand: Im Landkreis Rostock nahm die Zahl der Autos mit Motoren unter 1,4-Liter von 2013 auf 2014 um 383 zu. Macht 40 401 Pkw. In den anderen Motorklassen sank die Zahl der Fahrzeuge in der Klasse 1 400 bis 1 999 Kubik um 536. Damit liegt deren Zahl bei 62 890 Pkw. Bei den Autos mit mehr als zwei Litern gab es im Kreis Rostock einen Anstieg um 368 Fahrzeuge. Bestand: 14 095 Fahrzeuge.

Wobei aber klein nicht gleich schwach ist. Auch kleine Wagen sind zuweilen kräftig: 100 PS kommen beim Fiat 500 aus einem 1,4 Liter Motor und auch andere Hersteller haben die entsprechenden Miniraketen im Programm. Und es ist auch nicht so, dass ein kleiner Motor automatisch auch der umweltfreundlichere ist. Es kommt immer auf die Drehzahl an – Bleifuß und hohe Drehzahlen oder viel Kurzstreckenverkehr treiben den Spritverbrauch in die Höhe. Kohlendioxid gilt heute als Klimakiller Nummer 1. Die Angabe des Kohlendioxidausstoßes ist deshalb inzwischen bei der Ausschilderung von Neuwagen im Autohaus vorgeschrieben. Der Kohlendioxidausstoß wird aus dem Spritverbrauch errechnet. Wie schädlich oder notwendig das CO2 ist (ohne das „Treibhausgas“ wäre die Erde eine Eiskugel), ist derzeit noch ein Thema für die Wissenschaft. Fest steht, dass auch das CO2, das wir heute verfahren, schon mal in der Atmosphäre war. Denn der Sprit, der heute Autos antreibt, stammt aus Biomasse: Kleinstlebewesen, Algen und Pflanzen, die vor 150 Millionen Jahren am Ende ihrer Lebenszeit im Meer zu Boden sanken. Echter Biosprit also, naturgemacht, lange vor E10.


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erstellt am 02.Jan.2015 | 11:30 Uhr

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