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Güstrower Anzeiger

04. Dezember 2016 | 17:19 Uhr

Wardow : Nun doch Todesstoß für Linden

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach einer schädlichen Injektion im vergangenen Jahr werden die Bäume in Wardow jetzt doch gefällt.

Drei Linden an der Dorfstraße in Wardow werden gefällt. Ein Jahr lang hatten sie unter Beobachtung der Naturschutzbehörde des Landkreises gestanden. Jetzt musste die Abnahme doch genehmigt werden. „Mittlerweile sind sie weitgehend abgestorben und müssen aus Verkehrssicherungsgründen gefällt werden“, erklärt Kreissprecher Michael Fengler. Vor gut einem Jahr war entdeckt worden, dass vermutlich eine Flüssigkeit in die Baumstämme gespritzt worden war. Kleine Bohrlöcher verrieten die Freveltat.

Die Gemeindevertreter sollen auf ihrer Sitzung heute Abend die Aufträge dazu vergeben. „Die Bäume stellen inzwischen eine Gefahr für den Gehweg und die Straße dar. Wenn sie raus sind, wird in dem Bereich der Gehweg neu verlegt“, kündigt Bürgermeister Günter Schink an und hofft, dass die Arbeiten noch Ende Oktober/Anfang November erledigt werden können.

Pikant dabei: Die Linden stehen auf dem Gehweg. Als der in den 1990er-Jahren erneuert wurde, mussten die Bäume unbedingt stehen bleiben. So wurde um sie herum gepflastert. Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde die Abnahme der drei Linden beantragt. Bei der Begutachtung durch Mitarbeiter des Umweltamtes des Landkreises waren dann Merkwürdigkeiten aufgefallen und schließlich kleine Bohrlöcher entdeckt worden. Schon wenige Wochen nach einer solchen Injektion verfärben sich die Blätter einzelner Partien im Kronenbereich oder die gesamte Baumkrone. So geschah es auch in Wardow. Theoretisch bestehe aber die Möglichkeit, dass sich im Folgejahr betroffenen Bäume regenerieren. Deshalb wurde beobachtet. Eine Regeneration sei aber nicht erfolgt.

In diesem Jahr seien drei Fälle bekannt geworden. Sechs Bäumen war irgendeine Flüssigkeit injiziert worden, berichtet der Kreissprecher. Seit 2010 waren vier Fälle bekannt geworden. „Angesichts einer nicht bestimmbaren Dunkelziffer wäre es höchst unseriös von einer Tendenz zu sprechen“, betont Fengler.

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erstellt am 18.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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