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Landkreis Rostock : Norden wächst – Süden verliert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Prognose der Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Rostock mit deutlichen Unterschieden in den Regionen.

„Der Landkreis wächst. Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft nehmen zu“, berichtet Landrat Sebastian Constien (SPD) nicht ohne Stolz. Das geht aus den neuesten Erhebungen des Forschungsinstitutes Wimes, die dem Landkreis Rostock jetzt vorliegen, hervor. Hatte der Landkreis 2015 noch 215 504 Einwohner, so steigt die Zahl bis 2020 auf mehr als 217 000. Allerdings: Bis 2030 geht es dann moderat wieder bergab. Es verringert sich die Einwohnerzahl auf 211 713 Frauen, Männer und Kinder.

Der Anteil der Kinder und Jugendlichen im Schul- und Ausbildungsalter steigt dagegen bis 2030 kontinuierlich. Ein Zuwachs von 17 Prozent wird erwartet. Noch deutlicher wächst der Anteil der über 65-Jährigen, nämlich um 27 Prozent. Lebten 2015 fast 35 000 Frauen und Männer über 65 im Landkreis, so sollen es laut Prognose 2030 etwas mehr als 47 000 sein – eine Steigerung von 27 Prozent.

Dabei ist die Entwicklung im Landkreis differenziert zu betrachten. Denn im Stadt-Umland-Raum Rostock ist auch bis 2030 insgesamt ein Bevölkerungszuwachs von mehr als sieben Prozent zu erwarten (Amt Warnow-West 8,6 Prozent, Dummerstorf 6,9 Prozent, Bad Doberan 5,6 Prozent). Dieser Zuwachs entstehe aus Familien, die bereits dort leben, und einem überregionalen Zuzug in die Gemeinden rund um die Hansestadt, erklärt Landrat Constien. Dort könnten 2030 gut 46 600 Menschen leben (2015 waren es 43 376).

Im südlichen und insbesondere südöstlichen Teil (Ämter Krakow am See, Mecklenburgisches Schweiz und Gnoien sowie die Stadt Teterow) schrumpft die Bevölkerung dagegen beträchtlich, im Amt Krakow am See immerhin um 13,1 Prozent. Auch für die Amtsbereiche Güstrow-Land und Bützow weist die Studie einen Bevölkerungsrückgang von 5,3 bzw. 9,2 Prozent aus. Die Stadt Güstrow (minus 4,4 Prozent) und das Amt Laage (minus 0,4 Prozent) stehen schon etwas besser da.

Interessant ist, dass vom wachsenden Anteil von Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren neben den Gemeinden rund um Rostock auch jene in den Ämtern Güstrow-Land und Laage sowie die Stadt Güstrow profitieren. Hier sind Zuwächse von 13 bis 15 Prozent prognostiziert.

Beim Anteil der Einwohner über 65 sind schon jetzt die Städte Graal-Müritz (39,4 Prozent der Einwohner) und Kühlungsborn (30,2 Prozent) vorn, werden bis 2030 aber noch zulegen (41,5 und 36,9 Prozent). In Güstrow steigt die Zahl der über 65-Jährigen von 25,7 auf 31,2 Prozent.

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erstellt am 16.Mär.2017 | 21:00 Uhr

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