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Güstrower Anzeiger

05. Dezember 2016 | 03:27 Uhr

GMB Güstrower Maschinenbau GmbH : Neustart für Düngetechnik

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach Insolvenz der LMB GmbH 2015 gründete sich neues Unternehmen und führt Landmaschinenbau-Tradition in Güstrow fort.

In Rövertannen werden wieder Düngerstreuer gebaut. Die GMB Güstrower Maschinenbau GmbH hat sich im Juli gegründet, beschäftigt zwölf Mitarbeiter und hat sich an für den Landmaschinenbau traditionsreicher Stätte angesiedelt. Geschäftsführer Heiner Willers (54) gibt als Devise ein langsames, aber stabiles Wachstum aus. Ziel sei der Bau von 60 Düngerstreuern im nächsten Jahr.

Die GMB Güstrower Maschinenbau GmbH will fortführen was im einstigen Landwirtschaftsbetrieb, der Maschinen- und Antriebstechnik GmbH, und der LMB GmbH, die im vergangenen Jahr in die Insolvenz gegangen war und die Produktion eingestellt hatte, fortführen. „Wir sind kein Rechtsnachfolger, sondern haben ein neues Unternehmen gegründet“, betont Willers. Das habe die alten Produktionsstätte in Rövertannen gemietet. Das bekannte Design werde beibehalten. Das Logo habe man mit gekauft. Fortsetzen will Willers das komplette Produktionsprogramm mit Überladenwagen, Injektionstechnik für die Flüssigdüngung und den universellen Großflächenstreuern.

Der Düngerstreuer sei ein hervorragendes Produkt, das ihn überzeugt habe, erklärt Willers seine Firmengründung. Er arbeite präzise und sei gleichzeitig robust. Alleinstellungsmerkmal: die Kratzerkette anstelle sonst üblicher Schleudertechnik als Förderorgan. Durch die Ketten könne nicht nur sauberer Dünger, sondern alles bis zum erdfeuchten Kalk und zum Hühnerkot ausgebracht werden. Für einen Neuanfang habe außerdem die Tatsache gesprochen, dass Kunden insbesondere in Osteuropa „bei Laune gehalten werden konnten“.

Heiko Tolzin (59), nach dem Studium 1980 im damaligen LMB angefangen, hat in den vergangenen Monate trotz Arbeitslosigkeit langjährige Kontakte aufrechterhalten. Kein alter Kunde sei zu einem Mitwettbewerber gewechselt. „Wir hatten 2015 Bestellungen, als die LMB GmbH in Insolvenz ging. Diese sind jetzt aktualisiert worden“, berichtet Tolzin. Damit sei erst einmal Arbeit bis Mai 2017 gesichert. Bedient werden Kunden im Baltikum, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und England. Exportleiter Tolzin hofft, künftig auch Polen mit aufzählen zu können.

Geschäftsführer Heiner Willers, ein Oldenburger, hat aber auch den deutschen Markt im Visier. „Unseren ersten Düngerstreuer haben wir im September hier in Deutschland ausgeliefert“, berichtet Willers. Nach seinen Vorstellungen sollten sich künftig Inlandgeschäft und Export in etwa die Waage halten.

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erstellt am 01.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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