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Güstrower Anzeiger

11. Dezember 2016 | 14:52 Uhr

Neuer Wasserverbund entsteht

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neuer Trinkwasserleitung soll nächstes Jahr neues Wasserwerk in Groß Bäbelin folgen / Krakow am See und Kuchelmiß angeschlossen

Wenn alles gut geht, werden die Verbraucher in der Kuchelmisser Chaussee, Am Windfang und in der Güstrower Chaussee sowie in Kuchelmiß und Ortsteilen gar nichts mitbekommen: In der kommenden Woche stellt Eurawasser die Trinkwasserversorgung über das Wasserwerk Kuchelmiß auf das vorhandene Wasserwerk in Groß Bäbelin um. Diese vorläufige Maßnahme ist Bestandteil des groß angelegten Bauvorhabens im „Wasserverbund Krakow am See – Groß Bäbelin“.

„Die Wasserförderung in der Stadt Krakow am See weist eine Instabilität der Rohwasserqualität auf und kann zukünftig nicht mehr als sichere Trinkwasserressource genutzt werden“, beschreibt Eurawasser-Sprecherin Gabi Kniffka das Problem. Der Versorger habe deshalb in Abstimmung mit dem Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverband Güstrow-Bützow-Sternberg (WAZ) Maßnahmen eingeleitet, die im Ergebnis mit dem Wasserverbund im Territorium östlich des Luftkurortes eine qualitätsgerechte und dauerhafte Alternative bieten soll.

Zur Situation: Durch das Wasserwerk Krakow am See werden zurzeit die Stadt sowie ihre Ortsteile Alt Sammit, Bossow, Charlottenthal, Groß Grabow, Klein Grabow, Möllen, Neu Sammit, Steinbeck, Bellin und Marienhof sowie Neu Dobbin mit Trinkwasser versorgt. An das Wasserwerk in Groß Bäbelin sind Dobbin, Linstow, Bornkrug, Groß Bäbelin, Klein Bäbelin, Zietlitz, Walkmöhl und der Ferienpark Linstow angeschlossen.

In einem ersten Bauabschnitt des Gesamtvorhabens hat Eurawasser nach einjähriger Bauzeit bereits im Sommer dieses Jahres eine zehn Kilometer lange Trinkwasserleitung gezogen. Von Groß Bäbelin führt die entlang der Autobahn 19, quert diese nach Serrahn und verläuft weiter zum Windfang nach Krakow am See. Allein dafür betrugen die Investitionskosten 1,2 Millionen Euro.

In einem zweiten Bauabschnitt ist die Errichtung eines Wasserwerkes an einem neuem Standort westlich von Groß Bäbelin vorgesehen. Der Neubau wird das Kernstück des Wasserverbundes und soll die Funktion der drei Wasserwerke Krakow am See, Groß Bäbelin und Kuchelmiß übernehmen. Versorgt werden von diesem zukünftig auch Kuchelmiß, Wilsen, Hinzenhagen, Serrahn sowie Serrahn-Hof. Und auch das Versorgungsgebiet Krakow am See wird dann über die bereits nördlich um den Krakower See herumführende Leitung angeschlossen.

In einem dritten Bauabschnitt schließlich ist die Errichtung einer Druckerhöhungsstation mit einem Reinwasserbehälter vorgesehen. Die sollen zwischen Serrahn und Krakow am See in Höhe Seegrube-Ausbau stehen. Wenn die in Betrieb genommen werden, sollte das dann auch an den Wasserhähnen zu spüren sein – mit kontinuierlich zuverlässigerem Druck. Nach Vorstellung von WAZ und Eurawasser soll das im kommenden Jahr sein, vorausgesetzt, die beantragten Fördermittel fließen.

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erstellt am 26.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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