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Güstrower Anzeiger

25. Mai 2016 | 09:11 Uhr

Karneval Laage : Narren auf vergnüglicher Zeitreise

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Carnavelsclub „Lawena“ arbeitet 800 Jahre Stadtgeschichte auf / Der ersten Abendveranstaltung am Sonnabend folgen drei weitere

Zwei ziemlich zottelige Typen ziehen umher. „Hier gefällt es mir. Hier bleiben wir. Lass uns einen Pflock einschlagen“, sagt der eine. So vielleicht geschehen vor mindestens 800 Jahren, bildete die Szene den Auftakt eines kurzweiligen, spannungsreichen und stimmungsvollen Programms des Carnevalsclubs „Lawena“ (CCL), das sich inhaltlich mit 800 Jahren Stadtgeschichte auseinandersetzt und am Sonnabend das Publikum im Albertinum zu Begeisterungsstürmen hinriss. Drei weitere Abendveranstaltungen folgen.

Und die Laager Narren – Thomas Suhr und Birgit Lendner führten durchs Programm – ließen kaum etwas aus: Mittelalterszene, Bevölkerungsschwund nach Pest und Krieg, Napoleon, Bismark, Pionier und FDJler, Flugplatz und Krähen. Das Aus für das Städtchen an der Recknitz drohte, als es einst nur noch fünf Einwohner gab, hörten die Gäste. Die drei lustigen Vier mussten sich für die Szene mit zwei Skeletten verstärken. Wie man Kinder macht, hatten sie wohl verlernt. Um den Fortbestand zu sichern, brauchte es am Ende einen Pfarrer, der für den Nachwuchs sorgte.

Noch vielen in Erinnerung brachten FDJ-Chef Aurich (Matthias Auer) und das Pionier-Mädchen Annegret (Holger Gysau) die DDR-Zeit auf die Bühne und ernteten dafür Lacher ohne Ende. Napoleon (Friedhelm Schwager) beklagte sich über eine gastronomische Wüste und mit der Krähenkolonie machte der CCL ein neues Wappentier – bisher ein Ochse – für die Stadt aus. In der Tat entpuppten sich die Krähen als stimmungsvolle Tänzerinnen, die ihr Publikum begeisterten.

„Eine tolle Show und ein wunderschönes Bühnenbild,“, fasst Katrin Hellmann zusammen. „Das Programm wird von Leuten von hier gemacht. Man kennt sie“, lüftet Ingo Hellmann das Geheimnis des Erfolgs. „Und sie investieren so viel Zeit und haben immer tolle Ideen“, fügt Mario Albrecht hinzu. Eine ungezwungene Atmosphäre lobt Simone Albrecht. „Hier darf man sein, wie man ist. Keiner muss sich verstellen“, sagt sie. 

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erstellt am 17.Jan.2016 | 23:30 Uhr

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