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Güstrower Anzeiger

28. Juni 2016 | 03:54 Uhr

Aufmarsch in barlachstadt : „MVgida“-Demonstration in Güstrow

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Rund 250 Rechtsextreme zogen gestern Abend durch die Stadt / Bündnis „Güstrow für alle“ organisierte Gegenprotest

Aufmarsch der fremdenfeindlichen „MVgida“ gestern Abend in Güstrow. Doch hier handelte es sich nicht um eine „Bürgerbewegung gegen Islamisierung“, wie sich „MVgida“ selbst nennt, sondern eher um eine NPD-Kundgebung. Neben dem NPD-Kreistagsabgeordneten David Petereit sprach auch der Vorsitzende der NPD-Fraktion im Schweriner Landtag, Udo Pastörs, auf der Kundgebung auf dem Güstrower Marktplatz.

Nach Polizeiangaben nahmen rund 250 Personen an dem „MVgida“-Zug teil. Mit 60 bis 80 Teilnehmern stellte sich das Bündnis „Güstrow für alle“ dem Aufmarsch in der Barlachstadt entgegen – jedoch durch ein großes Polizeiaufgebot voneinander getrennt. Auf das „MVgida“-Motto „Bürger stellen sich gegen die Asylflut“ reagierte das Güstrower Bündnis mit dem Slogan „Unsere Stadt ist für alle da!“ Die Gegendemonstration wurde organisiert von der Güstrowerin Karin Larisch. „Hier wird deutlich, dass ,MVgida’ gleich NPD ist. ,MVgida’ ist von der NPD unterwandert“, sagte Karen Larisch, Abgeordnete der Linkspartei sowohl im Kreistag als auch in der Güstrower Stadtvertretung, gestern Abend.

Die Rechtsextremen trafen sich gegen 19 Uhr zunächst am Bahnhof und begaben sich dann auf einen „Abendspaziergang“ durch die Stadt, wie sie es selbst nannten. „MVgida“ marschierte zunächst durch die Feld- in die Elisabethstraße, wo eine Zwischenkundgebung stattfand. Dann ging es weiter zum Markt, wo es zu einer weiteren Kundgebung kam. Bis Redaktionsschluss gab es laut Polizei keine Ausschreitungen.

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