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Güstrower Anzeiger

11. Dezember 2016 | 10:58 Uhr

Rollsport : Musik, Bewegung und viele schöne Kostüme

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

1.Güstrower Rollsportverein feiert 55-jähriges Bestehen - Weihnachtsschaulaufen am 3. und 4. Dezember.

Die Mitstreiter des 1. Güstrower Rollsportvereins sind emsig dabei, Kostüme zu nähen. Rollkunstläufer wie Trainer bereiten sich derzeit auf ihren Jahreshöhepunkt vor, der diesmal besonders begangen werden soll. Denn es ist nunmehr 55 Jahre her, dass der Verein gegründet wurde. Beim Weihnachtsschaulaufen am 3. und 4. Dezember in der Sport- und Kongresshalle wird darauf unter anderem mit einer Ausstellung aufmerksam gemacht.

Natalie Oehme und Anni Jung werden in diesem Jahr besonders aufgeregt sein. Denn die beiden laufen als Prinz und Prinzessin übers Parkett. „Es wird das klassische Märchen Dornröschen zu sehen sein, allerdings haben wir es an das Ufer des Inselsees verlagert“, verrät Vorsitzende Doris Janthur. Etwa 50 Mädchen und Frauen tanzen und laufen dafür mit und werden in farbenprächtigen Kostümen auftreten. Weit mehr als 100 Kostüme zu nähen ist neben den regelmäßigen Trainingseinheiten die größte Aufgabe. Diese Arbeit steht immer kurz vorher auf der Arbeitsliste.

Für die Mitstreiter wie Doris Janthur ist das über die Jahre in Fleisch und Blut übergegangen. Sie kann sich gut erinnern, wie sie auf dem Sonnenplatz mit dem Rollschuhlauf begonnen hat. „Ich hatte häufig blutige Knie“, erzählt sie. Kurz nachdem es auf dem Sonnenplatz begonnen hatte, konnten die Rollschuhläufer in der Sport- und Kongresshalle trainieren. Damals hatte Margarethe Reiteritsch die Leitung. 15 Jahre leistete sie Pionierarbeit und baute eine erfolgreiche Rollsportgruppe bei BSG Lok auf. Erfolge hat der Güstrower Rollsportverein übrigens auch heute noch zu verzeichnen. Erst vor wenigen Tagen ergatterte Viviana Jaster (12) in Hamburg beim Kür-Pokal einen dritten Platz und davor errang sie bei ihrer ersten Teilnahme an den Norddeutschen Meisterschaften Rang sieben.

Für Doris Janthur gehört der Rollsport zum Leben dazu. „Ich liebe das Zusammenspiel der Musik mit Bewegung und schönen Kostümen“, sagt sie. Bis 2006 stand die Trainerin selbst noch auf Rollen. Das ist heute nicht mehr möglich, doch an dem Sport möchte sie so lange wie möglich Anteil haben. Wenn Doris Janthur zurückschaut bleibt ihr nur eine Frage: „Wo ist die Zeit geblieben?“ Die Fotos zeigen es, dass Doris Janthur im Reigen mit vielen Güstrowern auf ihren Rollen eine gute Figur abgab. Bis 1973 war sie als Läuferin aktiv und nahm an verschiedenen Meisterschaften teil. Unter anderem an den DDR-Meisterschaften und der Spartakiade.

Sicher sind es auch diese Erlebnisse, die Doris Janthur heute immer noch motivieren, für andere ihre Zeit und Kraft zu investieren. Das wird auch den Zuschauern deutlich, die am 3. Dezember um 16.30 Uhr und am 4. Dezember um 16 Uhr dabei sein werden. Ganz besonders freut sie sich auf die Live-Sängerin, die auch in diesem Jahr dabei sein wird. „Wir laden aber auch alle Ehemaligen ein, dabei zu sein“, betont Doris Janthur. So wird es sicherlich ein großes Wiedersehen geben und so manch einer wird sich auf den Fotos der Ausstellung entdecken können. Und manche Überraschung soll es auch noch geben, kündigt Doris Janthur an.  

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