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Güstrower Anzeiger

25. September 2016 | 22:49 Uhr

Hilfe für Senioren : Mobil bleiben auch im Alter

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mobilitätstraining mit Rebus, Polizei und weiteren Partnern gestern für Senioren im Magdalenenluster Weg in Güstrow.

Mit einem Rollator in einen Bus einsteigen oder eine hohe Kante damit überwinden – die Hürden im Alter sind hoch. Da ist es gut, manches hin und wieder zu trainieren. Polizei, Rebus, Sanitätshaus Beerbaum und Hörakustik Brose gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt, der Verkehrswacht Güstrow und der Godewind-Apotheke boten gestern im Gesamtpaket ein Mobilitätstrainings für ältere Menschen im Magdalenenluster Weg an.

Für Marianne Czaikowski ist schon die kleinste Hürde ein Problem. „Ich versuche immer dort zu gehen, wo es flach ist“, erzählt die 91-jährige Güstrowerin. Auf der Slalomstrecke erklärte ihr Karsten Hamann, Präventionsberater der Polizeiinspektion Güstrow, wie sie mit ihrem Rollator einfacher eine Stufe überwinden kann. Elfriede Wuth (82) hingegen ließ sich gern von Rolf Schmidt erklären, wie sie mit ihrem Rollator sicher und gut in den Bus einsteigen kann. „Es ist wichtig für mich. Bisher habe ich das noch nicht gemacht“, sagt sie.

Bei Polizeioberkommissarin Carola Johannsen und Detlef Trützschler, Vorstandsmitglied der Verkehrswacht Güstrow, konnten die Männer und Frauen ein Quiz rund um den Verkehr und einen Reaktionstest absolvieren. Einige Meter weiter boten Mitarbeiter des Sanitätshauses Beerbaum eine Rollatoren-Beratung an. Lieselotte und Harri Bartelt sind bereits auf ein leichteres Modell umgestiegen. „Das erste war zu schwer, um es ins Auto zu bekommen“, erzählen sie. Oft müssten sie zu Ärzten in der näheren Umgebung mit dem Auto fahren.

Schließlich wurde gestern Vormittag auch noch der Blutzucker sowie der Blutdruck gemessen und ein Hörtest angeboten. Solche Rundum-Pakete für ältere Menschen, rund um die Mobilität, würden immer besser angenommen, sagt Präventionsberater Karsten Hamann. „Als wir vor zwei Jahren mit der Rebus damit begonnen haben, war die Resonanz gering“, erinnert er sich. Doch inzwischen habe sich das Angebot der Prävention etabliert. Es gehe vor allem darum, dass weniger Unfälle passieren. „Und wir holen die Menschen aus der Isolation“, ist sich Karsten Hamann sicher. Einige hätten sich nach einem solchen Tag bereits eine Monatskarte für den Bus gekauft und würden sich nun auch trauen, diesen mit Rollator zu benutzen. „Unser Konzept geht offensichtlich auf“, freut er sich.

 

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