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Güstrower Anzeiger

05. Dezember 2016 | 19:35 Uhr

Hilfe für werdende Eltern : Mit der Babycard alles im Blick

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Arbeitsgemeinschaft des Netzwerks Frühe Hilfen im Landkreis Rostock legt eine kompakte Checkliste für werdende Eltern vor.

„Es gibt eine unglaubliche Flut an Infomaterial für werdende Eltern. Für uns war es wichtig einen kompakten Leitfaden zu erstellen, der das wichtigste auf einen Blick liefert“, erklärt Jacqueline Garske von der Schwangerschaftsberatungsstelle Pro Familia in Güstrow. Im Netzwerk Frühe Hilfen des Landkreises Rostock, indem sich Garske engagiert, hatte man sich Anfang des Jahres das Erstellen einer Babycard zum Ziel gesetzt – nun ist sie fertig und wird in den kommenden Wochen von den Mitarbeitern der angeschlossenen Beratungsstellen an die Gynäkologen in der Region verteilt.

Gemeinsam mit Pro-Familia-Kollegin Kerstin Beifuhs und Ulrike Paetow vom Beratungszentrum der Diakonie in Bützow bildete Jacqueline Garske schon im Februar eine Arbeitsgemeinschaft. In persönlichen Treffen nahm die Babycard Stück für Stück Form an. „Der Mutterpass hat uns die Größe vorgegeben. Wir wollten, dass alle Informationen einfach, kompakt, übersichtlich und alltagstauglich auf eine Karte passen, die die Mütter in ihrem Mutterpass immer dabei haben können“, erklärt Garske den Kern der Babycard.

Auf einen Blick werden hier die wichtigsten Fragen rund um Schwangerschaft, Vorsorge, Geburt und Finanzen präsentiert. „Das ist wie eine kleine Checkliste – so vergisst man zum Beispiel auch nicht, sich rechtzeitig um einen Kitaplatz zu bemühen“, gibt Garske ein Beispiel.

Ziel sei es natürlich auch gewesen, das Netzwerk Frühe Hilfen im Landkreis in den Fokus zu rücken. „Viele haben immer noch das Gefühl, dass unsere Beratungsstellen nur für Familien in Problemlagen zuständig sind – so ist es aber nicht“, sagt Ulrike Paetow und fügt hinzu: „Frühe Hilfen sind für alle da. Wir begleiten von null bis drei Jahren.“ Noch nicht überall werden werdende Eltern auf die Schwangerschaftsberatungsstellen aufmerksam gemacht. Durch den Kontakt mit den Gynäkologen und Hebammen und die Gespräche über die Babycard erhoffen sich Jacqueline Garske und Ulrike Paetow eine noch bessere Vernetzung untereinander und mit den verschiedenen Professionen. So kann bei Problemfällen schnell und zuverlässig an die richtige Stelle vermittelt werden. Die postenkartengroße Babycard, die mit finanziellen Mitteln aus dem Netzwerk Frühe Hilfen finanziert wurde, ist ein erster Schritt,. „Und sie ist wirklich super geworden“, schwärmt Ulrike Paetow.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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