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Güstrower Anzeiger

08. Dezember 2016 | 10:57 Uhr

Literatur Güstrow : Mit Autor ins Darknet abtauchen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der Güstrower Tobias „T.A.M.“ Lang nimmt die Leser in seinem ersten Krimi mit auf die dunkle Seite des Internets.

Es gibt sie, die dunkle Seite des Internets. Ein rechtsfreier Raum, der besonders durch den illegalen Handel von Drogen, Waffen und Pornografie von sich reden macht. Doch damit kratze man nur an der Oberfläche, weiß der Güstrower Autor T.A.M. Lang, der für seinen neuesten Roman „Gesichter aus Stein“ im sogenannten Darknet auf Spurensuche ging. „Dort bekommt man wirklich alles und man sieht auch viele wirklich schlimme Dinge dort unten“, beschreibt Lang, der mit bürgerlichem Namen Tobias Andreas-Marcus Lang heißt.

„Gesichter aus Stein“ ist nicht sein erster Roman. 2014 erschien sein Erstling, „Der Anakiter“, ein Mystery-Roman, im net-Verlag. 2015 veröffentlichte Lang das, wie er sagt, sehr persönliche Drama „Als du fortgingst“. Ursprünglich lernte der heute 43-Jährige Heilerziehungspfleger, später Koch. Wanderte vor 14 Jahren nach Schweden aus. „Ich habe mich dort bis zum Restaurantleiter hochgearbeitet, stand oft von morgens 6 Uhr bis nachts 3 Uhr im Laden und dann kam das Burnout“, erinnert sich Tobias Lang zurück.

Damals habe er so richtig mit dem Schreiben begonnen. „Ich habe schon vorher geschrieben. In der Jugend meist Gedichte und Kurzgeschichten. Dazu hatte mich mein Lehrer Peter Hoff damals ermutigt“, erklärt Lang, der einen Teil seiner Jugend in Zehna und Güstrow verbrachte. Das Schreiben habe dem selbst ernannten Workaholic geholfen sich runter zu fahren, zu erden. „Ich hatte nie ein Konzept, habe einfach drauf los geschrieben“, sagt der dreifache Vater, der seit vier Jahren wieder in Güstrow lebt.


Ausgangspunkt der Geschichte ist Garden


„Ich setzte mich an den Laptop und beginne zu tippen. Nach 30 Seiten weiß ich, ob ich weiter schreibe, oder alles wieder lösche“, beschreibt der Autor und selbstständige Lektor seinen Schreibprozess und fügt hinzu: „Dafür bin ich mal von einer Leserin als Seelenschreiber beschrieben worden. Was ich schreibe, hat viel von mir. Ich schreibe, was mich interessiert.“

So ist es auch bei seinem aktuellen Krimi „Gesichter aus Stein“. Eher durch Zufall entdeckte er im Internet eine Geschichte über die Jagd auf Polizisten verknüpft mit einem Link in das Darknet.

Fasziniert von diesem Mythos, von denen es, so Lang, viele im Darknet gibt, drang er immer weiter in das dunkle Netz vor und strickte daraus eine Geschichte um die Kommissarin Franziska Voigt. Die Protagonistin, die aus Garden am See bei Lohmen stammt, jagt darin einen Mörder und wird am Ende selbst zur Gejagten. „Spannend ist, dass es diese Jagd auf Polizisten offenbar wirklich gab. Im Darknet finden sich detaillierte Ankündigungen zu geplanten Morden und ich habe Zeitungsartikel gefunden, die die Morde bestätigen“, erklärt Tobias Lang. Den Opfern werde das Gesicht mit einem Stein zertrümmert, beschreibt Lang den Bezug zum Titel „Gesichter aus Stein“.

Der Autor schreibt in der Gegenwartsform. „Ich finde das noch fesselnder, man ist noch näher dran und hat das Gefühl mittendrin zu sein“, erklärt Lang diesen schreiberischen Kniff und fügt hinzu: „Ich hoffe, den Leuten gefällt es, dass sie Herzrasen kriegen.“

„Gesichter aus Stein“ ist ein Krimi an der Grenze zum Horror und damit nichts für schwache Nerven. Die Fortsetzung ,ZartRosa‘, die der Güstrower bereits in der Schublade hat, „wird noch etwas heftiger“, verspricht T.A.M. Lang. Ihr Erscheinen ist für Weihnachten 2017 geplant. Eines steht offenbar fest: Ein Happy End wird T.A.M. Langs Buchreihe wohl nicht haben. „Ich hasse Happy Ends. Die sind unrealistisch und ich hasse Unrealistisches.“

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erstellt am 17.Nov.2016 | 05:02 Uhr

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