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Güstrower Anzeiger

10. Dezember 2016 | 17:35 Uhr

Unsere Azubis : Mehr Möglichkeiten durch den Kfz-Meistertitel

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Unsere Azubis“: Maximilian Schmechel ist im 1. Lehrjahr seines trialen Studiums zum Kfz-Meister im Autohaus Güstrow

„Es gibt nichts, was ich am Auto unschön finde“, legt der 21-jährige Maximilian Schmechel die Fakten auf den Tisch. Eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker war die einzig logische Konsequenz für den Autofan. Seit September lernt er im Autohaus Güstrow, einem Partnerbetrieb des Autohauses Nord. Gleichzeitig absolviert er ein sogenanntes triales Studium, an dessen Ende der Kfz-Meistertitel steht.


Drei Einrichtungen sind beteiligt


Trial, nicht dual? Bei einem Quartettspiel für Ausbildungswege hätte Maximilian Schmechel gute Karten, denn es sind tatsächlich drei Einrichtungen an seiner Ausbildung beteiligt. „Rund drei Jahre lang erlerne ich den Beruf des Kfz-Mechatronikers. In dieser Zeit fahre ich jeden Freitag und Sonnabend nach Schwerin, um die Meisterausbildungsteile drei und vier an der Handwerkskammer zu absolvieren. Anschließend werde ich ein Jahr an der Fachhochschule des Mittelstands Schwerin studieren. Dort wird es im Wesentlichen um Personal- und Unternehmensführung gehen. Im letzten halben Jahr werden die Meisterteile eins und zwei an der Handwerkskammer den Abschluss bilden. Diese kann man erst mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung beginnen“, erläutert der Auszubildende seinen viereinhalb Jahre langen Weg in eine mögliche Selbstständigkeit. Diese Option möchte er sich nämlich offen halten. Aber auch für ein paar Jahre in die Industrie zu gehen und in den großen Werken bei Audi oder Volkswagen zu arbeiten, kann er sich vorstellen.

Maximilian Schmechel kommt aus Kronskamp. Nach dem Abitur ging er zunächst zur Bundeswehr. „Dort lernt man Sachen fürs Leben“, resümiert er. „Ich war immer ein ruhiger Typ. Bei der Bundeswehr habe ich gelernt, mich durchzusetzen. Jetzt mache ich den Mund auf, wenn mir etwas nicht gefällt. Das wirkt sich positiv auf die Teamarbeit aus. Wir stimmen uns gut ab.“

Seinen Weg ins Autohaus Güstrow fand er regulär über eine Bewerbung. Entscheidend für seine Wahl sei der gute Ruf des Autohauses in der Ausbildung, von dem er gehört habe. Insgesamt 16 Lehrlinge werden zurzeit in den Abteilungen Kfz-Mechatronik, Büromanagement, Lagerlogistik und Verkauf betreut. Überzeugen konnte der 21-Jährige in der ersten Runde mit seinen Schulnoten. „In der Kfz-Mechatronik achten wir vor allem auf Mathe, Physik und Wirtschaft, damit die Auszubildenden auch bei den schulischen Anteilen mitkommen“, erklärt Andrea Hintze, Assistentin der Geschäftsleitung. Kein Problem für Maximilian Schmechel, denn in der gymnasialen Oberstufe waren Mathe und Physik seine Leistungskurse.


Kein Meisterbafög ohne Berufsabschluss


Die Finanzierung läuft über verschiedene Kanäle. „Zusätzlich zu meinem Gehalt habe ich bei der Bundeswehr etwas angespart, und meine Eltern helfen mir. Leider bekommen wir bei der trialen Ausbildung kein Meisterbafög, weil dafür eine fertige Berufsausbildung vorausgesetzt wird“, spricht der Student eine verquere Situation an in der Hoffnung, dass diese sich bald ändern möge.

Wer sich für den Beruf Kfz-Mechatroniker interessiert, sollte nicht zimperlich mit seinen Fingernägeln sein, rät Maximilian Schmechel. „Die Hände werden schmutzig, das muss man eine gewisse Zeit aushalten können. Und natürlich auch den Geruch von Diesel und Benzin“, sagt er. Aber ungemütlich sei es in der Werkstatt nicht. „Es ist mollig warm und sogar eine Pflegelotion gegen rissige Hände steht bereit.“

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