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Alte Schule wird saniert : Lohmen investiert kräftig

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gemeinde verabschiedet Haushalt 2017. Hohe Gewerbesteuereinnahmen. Alte Schule wird außen und innen saniert.

„Es macht Spaß in Lohmen. Wir haben Geld, wir können bauen, wir können uns was leisten“, kommentierte Bürgermeister Bernd Dikau die Verabschiedung des Haushalts 2017 auf der Gemeindevertretersitzung am Montagabend. Im Vergleich zu anderen Gemeinden im Amt Güstrow-Land steht Lohmen hervorragend da, kann sich beispielsweise jährlich 2,25 Millionen Euro Personalkosten für die gemeindeeigene Kita und das Alten- und Pflegeheim „Am Walde“ leisten. „Die Gemeinde mit dem stabilsten Haushalt im Amt“, sagt die Leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes, Sabine Schwarz.

Grund sind die hohen Gewerbesteuereinnahmen. Hauptsteuerzahler ist das in Lohmen ansässige Unternehmen Umweltgerechte Kraftanlagen (UKA). Von Lohmen aus errichtet die Firma Anlagen in ganz Deutschland. UKA genießt Standortvorteile in Lohmen, profitierte bisher von einem Mindestgewerbesteuersatz von 200 Prozent. Und auch die mit dem jetzigen Haushalt beschlossene Gewerbesteuererhöhung auf 260 Prozent liegt immer noch weit unter dem Landesdurchschnitt. Seit Jahren hat die Gemeinde zudem die Grundsteuer A und B nicht mehr angehoben. „Das können wir uns leisten für unsere Bevölkerung“, freut sich Dikau. „Hohe Steuereinnahmen bringen aber auch hohe Verpflichtungen mit sich“, erklärt Sabine Schwarz. So erhalte Lohmen schon lange keine Schlüsselzuweisungen mehr und müsse zudem Ausgleichszahlungen für finanziell schwächere Gemeinden im Amtsbereich leisten.

Dennoch gibt es in der Gemeinde immer noch genug Mittel für Investitionen. Posten im aktuellen Haushalt sind teilweise Vorhaben, die schon im vergangenen Jahr begonnen wurden. So die fast fertiggestellte Außensanierung des Pfarrstalls im Dorfkern, die Wiedererrichtung der alten Sero-Annahmestelle und der Ausbau der Festscheune. Im Mittelpunkt der Investitionsvorhaben in Lohmen steht dieses Jahr aber die Sanierung der alten Schule. Das Gebäude, das bis 1993 Grundschule war, wird zu einem Drittel von der Feuerwehr, zu einem anderen Drittel als Vereinshaus des SV 90 Lohmen und zu einem weiteren Drittel als Unterkunft für die Studentencamps im Sommer in Lohmen genutzt. „Die alte Schule ist stark sanierungsbedürftig“, sagt Dikau.

Die Arbeiten außen laufen bereits. „Das alte Dach wird abgenommen, der Boden von den Gemeindearbeitern beräumt und die Vorbereitungen für die Fassadendämmung laufen“, erläutert der Bürgermeister. In einem zweiten Bauabschnitt soll dann der Innenausbau erfolgen. „Dazu werden wir noch einen Nachtragshaushalt aufstellen“, sagt Dikau, der hofft, dass die Arbeiten innen noch dieses Jahr beginnen können. Auch die bisherige Unterkunft für die Studentencamps soll dabei wesentlich verbessert werden. „Wir wollen hier auch eine rustikale Unterkunft für Radwanderer einrichten“, sagt der Lohmener Bürgermeister. Im vorgesehenen Nachtragshaushalt soll dann auch die Innensanierung des gemeindeeigenen Wohnblocks in der Chausseestraße enthalten sein.  

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erstellt am 14.Mär.2017 | 21:00 Uhr

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