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Güstrower Anzeiger

27. März 2017 | 12:45 Uhr

SVZ-Vereinsserie : Leuchtende Farbe auf Palette des Malers

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Vereine in der Region“: Verein Kinder-Jugend-Kunsthaus Güstrow ermöglicht spartenübergreifendes Experimentieren.

Das von einem Verein getragene Kinder-Jugend-Kunsthaus Güstrow ist aus dem umfangreichen kulturellen Angebot der Barlachstadt nicht mehr wegzudenken. Wie eine leuchtende Farbe auf der Palette des Malers hat sich die Einrichtung in den 23 Jahren ihres Bestehens einen festen Platz erarbeitet. „Die Überlegungen waren, außerhalb von Schule und Hort einen Raum zu schaffen, in dem sich Kinder und Jugendliche unter fachlicher Begleitung mit künstlerischen Mitteln äußern können. Wichtig dabei war und ist, dass die jungen Menschen ihre Eigenständigkeit bewahren, Freude am künstlerischen Experimentieren finden und dass sie aus einem spartenübergreifendes Angebot wählen können“, umreißt Vereinsvorsitzende Irene Heinze die Philosophie.

Nach und nach stellten sich die Vereinsmitglieder diesem Anspruch auch an verschiedenen Orten, an denen das Kunsthaus ansässig war: Vom Domplatz 16, der heutigen Rambow-Galerie, als erster Adresse ging es in ein Objekt in der Baustraße, von da in den Schwarzen Weg und von dort zum heutigen Domizil in die Baustraße 3-5. „Ein idealer Ort, von dem wir nicht mehr weg möchten“, sagt Heinze und ist den Stadtvertretern noch heute dankbar, dass sie die Immobilie damals für das Kunsthaus ersteigerten. Auch die Miete und einen Teil der Betriebskosten übernimmt die Stadt, wie weitere Förderung vom Land, vom Landkreis sowie von Spendern und Sponsoren kommt. Auch ein Eigenanteil muss über die Gebühren erwirtschaftet werden.

Einen großen Schritt nach vorn machte das Haus 2011, als das Kultusministerium der Einrichtung nach gründlicher Prüfung den Titel „Staatlich anerkannte Kinder- und Jugendkunstschule“ verlieh. Ganz frisch ist die Verteidigung dieses Titels gelungen. Aktuell unterbreitet das Haus pro Schulhalbjahr zirka 20 Kursangebote in den Bereichen Bildende und Angewandte Kunst, Tanz, Textil, Holz, Keramik und neue Medien. „In diesen Kursen betreuen wir wöchentlich bis zu 100 Teilnehmer“, rechnet Koordinatorin Bettina Korn vor. Weitere zirka 1000 Teilnehmer besuchen übers Jahr Workshops, Projekttage und Ferienangebote. Darüber hinaus gibt es Kooperationen mit Schulen, einen Katalog, mit dem Lehrer Projekttage planen können, und selbst Angebote zum Gestalten von Kindergeburtstagen finden sich. „Das Kinder-Jugend-Kunsthaus ist bekannt, aber dennoch stellen wir immer wieder Berührungsängste fest, die den Besuch erschweren. Deshalb in aller Deutlichkeit: Wir sind für alle Menschen offen und laden zum Ausprobieren ein“, sagt Vorstandsmitglied Kerstin Randt. Generell ist eine Schnupperstunde kostenfrei. Mit der 10er-Karte hat das Haus eine gut angenommene Möglichkeit geschaffen, tiefer in Kurse einzutauchen.

Personell gehören zum Kunsthaus drei über verschiedene Arbeitszeitmodelle angestellte Mitarbeiter sowie etwa 15 freie, über Honorarverträge beschäftigte Künstler. Sie gestalten beispielsweise auch vom 10. bis 12. April den Workshop „Allerlei Ei“. „Da kann man für das Osterfest drucken, nähen, bauen, bemalen und richtig kreativ sein“, verspricht Bettina Korn.

 



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