zur Navigation springen

Güstrower Anzeiger

03. Dezember 2016 | 18:37 Uhr

Amt Krakow am See : Krakow muss sich hinten anstellen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Flächendeckender Breitbandausbau: Wechsel des Amtes in anderen Fördertopf.

Das Thema Breitbandausbau wird am 30. November beim Treff der Bürgermeister mit der Landkreis-Verwaltungsspitze eine Rolle spielen. Ganz besonders Ohr werden dann sicherlich die Kommunalvertreter aus dem Amt Krakow am See sein, herrscht doch immer noch reichlich Unklarheit, wie es in diesem besonderen Gebiet weitergehen soll.

Der Luftkurort, die Gemeinden des Amtes sowie im benachbarten Amt Mecklenburgische Schweiz Dahmen, Hohen Demzin und Schorssow sind etwas in Hintertreffen geraten. Dieses Projektgebiet war eines von sieben in Mecklenburg-Vorpommern, die für den Breitbandausbau die erforderlichen Zuschüsse ursprünglich aus dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds des Bundes bekommen sollten. Allerdings hatte sich bei Nachberechnungen eine Wirtschaftlichkeitslücke herausgestellt: Statt der veranschlagten 50 Millionen Euro würden für diese sieben Gebiete 80 Millionen Euro nötig sein, um ein Netz mit gefordert mindestens 50 Mbit Datenrate in diesem stark ländlichen Gebiet mit durchgehend sehr finanzschwachen Gemeinden aufzubauen. Der Grund: Hochtechnologie (Glasfaser, Kupfer, Direktfunk… – nichts wird vorgeschrieben) soll für verhältnismäßig wenige Kunden aufgebaut werden. Und zwar flächendeckend, denn jeder Haushalt und jedes Gewerbe soll angeschlossen werden, sagt Peter Schönfeld, Breitbandkoordinator beim Landkreis.

Da naturgemäß keines der sieben Sondergebiete zurückziehen will, versuchen nun alle doch in das spezielle Breitbandprogramm des Bundes zu kommen. Hier aber sind die ersten beiden Tranchen bereits verteilt. Anträge für einen dritten Aufruf mussten bis zum 28. Oktober eingereicht werden. „Das ist auch für Krakow geschehen“, gibt Schönfeld Auskunft. Mit den Förderbescheiden rechne er in diesem Jahr nicht mehr. Damit, denkt Schönfeld, werde die Zielstellung 2018 des Bundes für den Ausbau im Amt Krakow am See wohl eher unrealistisch. Schließlich sei dann erst mal für die Telekommunikationsunternehmen als Bauherren und Betreiber auszuschreiben, und am Ende die Bauleistungen. Schönfeld: „Alle auf einmal geht dann auch nicht.“

zur Startseite

von
erstellt am 16.Nov.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen