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Güstrower Anzeiger

10. Dezember 2016 | 13:48 Uhr

Kirchengemeinderatswahl : Kandidatensuche immer schwerer

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Evangelische Christen in MV bestimmen ihre Kirchengemeinderäte neu. Vorbereitungen in Kirchgemeinden in Güstrow und Umgebung.

In diesen Tagen bekommen knapp 160 000 Kirchenmitglieder im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg ihre Wahlbenachrichtigung von der Nordkirche. Alle sechs Jahre werden die Leitungsgremien in den Kirchengemeinden der Nordkirche neu bestimmt. Vom 13. bis 27. November sind alle Kirchenmitglieder, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, zur Stimmabgabe aufgerufen. In der Güstrower Domgemeinde sind rund 2000 Mitglieder bei der Kirchengemeinderatswahl wahlberechtigt, in der Pfarrgemeinde ca. 1200.


Entscheidendes Leitungsgremium


„Der Kirchengemeinderat als Leitungsgremium ist absolut entscheidend für die Entwicklung der Gemeinde“, unterstreicht Dompastor Christian Höser die Relevanz der Wahl. „Für dieses Gremium brauchen wir Leute, die Rückhalt in der Gemeinde haben.“ Elf Kandidaten stellen sich in der Domgemeinde zur Wahl, gerade so viele, wie für den Kirchengemeinderat notwendig sind. Nächsten Sonntag gibt es nach dem Gottesdienst um 12 Uhr im Gemeindehaus am Domplatz 6 eine Gemeindeversammlung, bei der sich die Kandidaten für den neuen Kirchengemeinderat vorstellen. Die Wahl in der Domgemeinde findet am 13. November von 9 bis 14 Uhr im Gemeindehaus statt. Der neu gewählte Rat stehe vor großen Aufgaben, so Höser. Der Abschluss der Domsanierung steht 2017/18 an. Der Westflügel inklusive Orgel und dem darüber liegenden Gewölbe müssen saniert werden. „Da kommen enorme Kosten auf uns zu“, sagt Höser.

In der Güstrower Pfarrgemeinde sind Küster und Gemeindesekretär Dominic Scholz und Inge Leppin, die sich ehrenamtlich in der Gemeinde engagiert, gerade damit beschäftigt, die Briefwahlunterlagen zu verschicken. Die Wahlbüros in der Pfarrgemeinde sind am 13. November von 10 bis 13 Uhr im Gerd-Oemcke-Haus in Dettmannsdorf und am 20. November von 9 bis 13 Uhr in der Pfarrkirche geöffnet. Auch in der Pfarrgemeinde stellen sich die Kandidaten nächsten Sonntag nach dem Gottesdienst erstmals den Fragen der Gemeindemitglieder. Bisher hatte der Kirchengemeinderat zehn Mitglieder, künftig werden es nur noch neun sein. „Leider haben sich nur neun Leute zur Wahl gestellt“, sagt Dominic Scholz. Viele würden zwar gerne in der Kirche mitarbeiten, aber nur wenige seien bereit, sich über sechs Jahre fest zu binden.

„Es war nicht einfach Kandidaten für den Kirchengemeinderat zu finden“, sagt auch Laages Pastor Thomas Kretschmann. Immer wieder habe er Gemeindeglieder angesprochen und zu hören bekommen, dass man gern bereit ist der Kirchengemeinde helfend zur Seite zu stehen, man sich aber nicht auf sechs Jahre verpflichten lassen wolle oder könne. „Eigentlich ist es auch schön, das zu hören“, meint Kretschmann. Schließlich habe man aber doch die Liste mit 22 Kandidaten für den Rat zusammenbekommen, aber auch keinen mehr. In der Christophorus-Kirchengemeinde sei es ein sehr großer Rat. Die beiden Pastoren kommen als geborene Mitglieder hinzu. „Wir arbeiten mit vielen Ausschüssen – unter anderem Kirchenmusik, Friedhof, Partnergemeinde Dokkum sowie Kinder- und Jugendarbeit –, dafür braucht man eine Menge Leute“, erklärt Kretschmann. In Hohen Sprenz bestünde der Kirchengemeinderat aus nur sechs Mitgliedern. Dort würde die Arbeit in Ausschüssen keinen Sinn haben. Gewählt wird der Rat der Christophorus-Gemeinde am 13. November, dem Volkstrauertag.

Am Donnerstag findet um 19 Uhr eine Gemeindeversammlung zur Kirchengemeinderatswahl im Pfarrhaus der Kirchgemeinde Krakow am See statt. Dann stellen sich auch die Kandidaten vor. Zurzeit hat der Gemeinderat neun Mitglieder, künftig werden es nur noch acht sein, informiert Pastor Christoph Reeps, weil sich dieses Mal weniger zur Wahl stellen. Wahltermin ist in der Kirche in Krakow am See am 27. November von 10 bis 13 Uhr.

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erstellt am 11.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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