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Güstrower Anzeiger

09. Dezember 2016 | 14:34 Uhr

16. Kunstnacht Güstrow : Internationaler Anstrich in Acryl

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der Franzose Germain Kouassi aus Bures-sur-Yvette stellte bei der Kunstnacht im Weinhaus im Hof Bilder in Acryl aus

Mit dem französischen Maler Germain Kouassi erhielt die Güstrower Kunstnacht in diesem Jahr einen internationalen Anstrich. Der 60-Jährige, der in der Elfenbeinküste geboren wurde, stellte im Weinhaus im Hof Bilder in Acryl aus. Einigen Werken gab er Titel, anderen nicht. „Der Betrachter soll sich, am besten aus der Entfernung, ein eigenes Bild machen“, erklärte er. Kouassi selbst arbeitet ebenfalls oft ohne eine Titel-Vorgabe. „Ich finde ihn während meiner Arbeit“, erzählte er. Der Pariser verwendet Holz, Karton, Stoff und Leinwand. Seine Farben sind kräftig und warm. Oft dominiert rot. Diese Farbe verkörpere aber nicht etwa etwas Böses wie Blut im Krieg, sondern z.B. Freundlichkeit, gab er einen Einblick. Das gestaltet Kouassi auch unkonventionell. „Ich arbeite auch auf dem Boden und verteile die Farben mit den Füßen“, sagt er. Kouassi ist in Paris ein bekannter Künstler und stellte – auch mit anderen Malern – in mehreren Galerien aus.
Seine Teilnahme an der Kunstnacht kam durch die seit 2011 bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zu Bures-sur-Yvette zu Stande (SVZ berichtete). Die Idee entstand im Mai als Güstrower zum fünften Mal beim 12-Stunden-Lauf von Bures starteten und erfuhren, dass die Franzosen wegen des Ausnahmezustandes in diesem Jahr nicht am Inselseelauf dabei sein werden. Um den Kontakt trotzdem nicht abreißen zu lassen, hatten Lionel Brunet, Vorsitzendender des Euroby-Vereins von Bures, und Peter Schmidt, Vorsitzender des Partnerstadtvereins Güstrow, den Gedanken, dass Burer zur Kunstnacht kommen und Germain Kouassi, der seit acht Jahren am Gymnasium von Bures Kunstlehrer ist, Bilder ausstellt.

Das wurde realisiert und so erhielten auch die Verbindungen nach Bures wie die Kunstnacht einen neuen Farbtupfer. Seit Freitag weilten 20 französischen Freunde in Güstrow. Auf Wunsch von Kouassi gab es einen Besuch im Brinckmangymnasium. Der Lehrer wünscht sich einen Austausch von künstlerischen Schülerarbeiten zwischen beiden Gymnasien. „Ich kann mir gut vorstellen, dass das zu Stande kommt und es vielleicht sogar hier und dort Ausstellungen geben wird“, bestätigte Irene Heinze, Kunstlehrerin am Güstrower Gymnasium.


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