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Güstrower Anzeiger

09. Dezember 2016 | 14:36 Uhr

SVZ-Serie : Ideen für attraktives Dorfleben gesucht

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Vereine in der Region“: Verein Hoppenrader Gemeindeleben hat sich vor einem dreiviertel Jahr gegründet.

Mit dem Sport- und dem Heimatverein hat die Gemeinde Hoppenrade zwei aktive Gemeinschaften, die das Leben in der Kommune nachhaltig beeinflussen. Nun hat sich ein junger Bruder der beiden Vereine gegründet. Der Verein Hoppenrader Gemeindeleben bedient dabei keine landläufigen Vorstellungen eines Zusammenschlusses. Im vollen Titel wird seine Zielrichtung erklärt: Verein für Bildung, Kultur, Sport. Aber sind das nicht Felder, die schon von Sport- und Kulturverein abgedeckt werden?


Suche nach Sponsoren- und Fördergeldern


„Wir wollen anderen Vereinen keine Aufgaben wegnehmen. Im Gegenteil: wir arbeiten mit ihnen und anderen Aktivposten wie der Feuerwehr zusammen“, beschwichtigt Vereinschefin Birgit Kaspar. Von der Bürgermeisterin stammt die Idee zur Vereinsgründung und fast folgerichtig wurde sie auch zur Vorsitzenden gewählt. „Als Kommune müssen wir nach einem Haushaltskonsolidierungskonzept arbeiten. Das heißt, wir dürfen kein Geld für so genannte freiwillige Leistungen wie Dorffeste oder Zuschüsse für Vereine ausgeben“, erklärt Kaspar. Um aber dennoch das gewohnt rege gesellschaftliche Leben fortführen zu können, ist es Aufgabe des neuen Vereins, Sponsoren- und Fördergelder für Projekte zu akquirieren. „Eine Gemeinde darf das nicht, also muss es ein Förderverein machen“, erklärt Frank Schwarzer, dem die wichtige Aufgabe des Kassenwarts in dem vorerst für ein Jahr gewählten Führungstrio – Simona Kaiser ist Schriftführerin und stellvertretende Vorsitzende – zufällt.

Neben Finanzmitteln sucht der Verein aber auch Ideen für Projekte, die sich in der und für die Gemeinde realisieren lassen. Das kommt schon in der E-Mailadresse, mit dem Kontakt zum Verein aufgenommen werden kann, zum Ausdruck: ideenfuerhoppenrade@gmx.de. „Die Adresse stammt zwar noch aus dem letzten Wahlkampf, aber Ideen und Wege zu deren Umsetzung suchen wir ja praktisch täglich“, schmunzelt Birgit Kaspar.

Auf erste Aktivitäten kann der Verein bereits verweisen. So übernahmen die Mitglieder im Rahmen der Initiative „Demokratie leben“ die Organisation des Feuerwehrtages und des anschließenden Herbstfeuers. Mit neun Jugendlichen aus der Gemeinde, die bei Veranstaltungen tatkräftig helfen, wurde gerade eine zweitägige Exkursion nach Berlin unternommen. „Wir haben uns unter anderem das Filmmuseum am Potsdamer Platz angesehen“, informiert die Vereinschefin. Die Gewinnung von weiteren Mitgliedern ist eine nächste Aufgabe des Vereins. Birgit Kaspar möchte gern junge Leute überzeugen. In der Satzung ist festgelegt, dass Jugendliche unter 18 Jahren keinen Mitgliedsbeitrag zu leisten brauchen. „Wir wollen nicht ihr Geld, wir wollen ihre Ideen und ihr Engagement“, bekräftigt Kaspar.

 




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