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Güstrower Anzeiger

07. Dezember 2016 | 09:41 Uhr

Erkältungszeit : Heiße Tipps für kalte Tage

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Leser geben Tipps für die kalte Jahreszeit: Von dicker Kleidung gegen Frostbeulen bis hin zum Zwiebelsaft gegen Erkältung.

Aufgestellte Kragen, hochgezogene Schultern, Gesichter halb im Schal versteckt: es ist kalt. Viele Kinder finden das gar nicht schlimm. Sie hoffen auf Schnee, wie die fünfjährige Marie Riegler aus Güstrow. Kinder toben in der Regel viel herum und wappnen sich dadurch besser gegen die Kälte als die Erwachsenen. Die müssen sich indes etwas anderes einfallen lassen.

Maries Oma, Gabriele Klevenow, verkauft auf dem Wochenmarkt Blumen und Weihnachtsgestecke. Einen Heizlüfter gibt es an ihrem Stand nicht. „Ich ziehe mich warm an. Drei Schichten reichen für die derzeitigen Temperaturen aus. Wenn es noch kälter wird, stocke ich mit einem Schal auf. Eine Mütze brauche ich meist nicht“, erklärt die 64-Jährige.


Zwiebelsaft, Salbeitee und Yoga


Fast schon professionell gekleidet ist der 28-jährige Güstrower Marcus Walik. Seine zweite Schicht besteht aus Thermokleidung. Zwiebelig wie sein Look ist auch sein Tipp bei einer bereits anklopfenden Erkältung. „Ich koche Zwiebeln mit Zucker auf und trinke den Saft. Das schmeckt zwar eklig, aber schon am nächsten Tag fühle ich mich wieder gesund“, verrät er.

Kein schlechter Tipp, findet Gunther Mittelsdorf, Apotheker der Borwin-Apotheke. „Die ätherischen Öle der Zwiebel befreien die Nase. Der Pflanze werden zudem antivirale und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben. Das gilt zum Beispiel auch für Salbei, der gut ist gegen Halsschmerzen“, sagt der Experte. Diesen Tipp liefert auch die 74-jährige Güstrowerin Annedore Wittke. Sie schwört zudem auf Kamilledampfbäder und heißen Fliederbeersaft. „Dampfbäder halten die Schleimhäute feucht. Der Fliederbeersaft bringt ins Schwitzen und hilft damit gut gegen Fieber“, bestätigt der Apotheker. Wichtig sei auch viel Bewegung. „Gerade für ältere Menschen eignet sich Wassergymnastik. Das schont die Gelenke“, gibt Annedore Wittke noch einen Hinweis.

Ein umfassendes Gesundheitskonzept verfolgt Yogalehrerin Annelies Berger aus Hoppenrade: „Jeden Morgen dusche ich warm und kalt. Danach mache ich 20 Minuten lang Atemübungen und eine Stunde Yoga. Das reinigt den Körper von innen. Erst danach frühstücke ich.“ Dabei achte sie auf eine saisonale Ernährung mit wenig Getreide, viel Gemüse und ohne Fleisch. Die Produkte stammen meist aus ihrem eigenen Garten. Das klappt auch im Winter. „Es gibt viele tolle Rezepte für Kohl und Möhren. Das wird nie langweilig“, sagt sie vielversprechend. Als weiteren Tipp nennt sie frisches Ingwerwasser. „Das heizt den Kreislauf an und wärmt den Körper auf. Kalte Füße kenne ich nicht.“ Seit rund 20 Jahren sei sie nicht mehr erkältet gewesen.

„Neben einer witterungsbedingt angemessenen Kleidung ist eine vitaminreiche Ernährung wichtig, um das Immunsystem zu stärken“, sagt auch Experte Gunther Mittelsdorf und fügt hinzu: „Wer sich ausgewogenen ernährt, braucht keine Zusatzpräparate. Wer es allerdings nicht schafft ausreichend Obst und Gemüse zu essen, kann seinen Körper mit einer entsprechenden Nahrungsergänzung unterstützen.“

Ebenfalls auf die Kombination von Wechselbädern und Sport schwört der 75-jährige Hermann Querr aus Hagen. „Warm und kalt duschen praktiziere ich seit meinem 17. Lebensjahr. Zudem mache ich Gymnastik und Kraftsport. Ich bin eigentlich nie erkältet und ich ziehe mich auch nicht sonderlich warm an. Außer es werden minus 20 Grad, dann gibt es eine dickere Jacke“, erzählt er mit einem Augenzwinkern. Der 63-jährige Helmut Hübner aus Anklam ist Sportlehrer und trainiert jeden Tag. Wenn die Erkältung ihn doch mal erwischt, ignoriere er sie einfach – auch ein Tipp.

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erstellt am 26.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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