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Güstrower Anzeiger

05. Dezember 2016 | 05:30 Uhr

Heisser Draht : Güstrows vergessenes Stadtviertel?

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Roswitha Petrow ist unzufrieden mit dem Zustand von Straßen, Gehwegen und den aufgegebenen Schulstandorten in der Weststadt.

Die Güstrowerin Roswitha Petrow hat den Eindruck, dass ihr Wohnviertel – das Areal rund um den Bärstämmweg – eines der vergessenen Stadtgebiete der Barlachstadt ist. „Offensichtlich wohnt hier keiner der Stadtvertreter oder kommt hier vorbei“, mutmaßt Roswitha Petrow. Die Gehwege seien in einem schlechten Zustand, die Straßen ein Flickenteppich und die verlassenen Gebäude der ehemaligen Schule am Hasenwald sowie der Berufsschule seien verwahrlost.

Meterhoch wächst hier das Gestrüpp, die Mülleimer am Eingang quellen über – sogar der Kadaver einer Krähe liegt hier herum. „Und das, obwohl hier doch der Hort und die Kita untergebracht sind und Kinder spielen“, sagt Petrow besorgt und wünscht sich Antworten von Seiten der Stadt. Die Barlachstadt habe im Rahmen der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes im Jahr 2015 die Güstrower Weststadt als einen Stadtteil mit besonderem Handlungsbedarf definiert, informiert Stadtsprecherin Karin Bartock auf SVZ-Nachfrage. Das erste Einzelvorhaben sei die komplette Sanierung und Erweiterung der Kita „Bärenhaus“.

„Damit ist das erste Projekt zur Verbesserung der Lebensqualität in diesem Stadtteil im Bau. Weitere Projekte z.B. zur Sanierung der Straßen und Wege, des Spielplatzes und der aufgegebenen Schulstandorte sollen in den kommenden Jahren in Abhängigkeit von der Bewilligung der Förderung folgen“, erklärt Bartock. Das Grundstück der ehemaligen Berufsschule sei in Privatbesitz. Der Eigentümer wurde mehrfach aufgefordert, den Bewuchs zu entfernen. Außerdem beabsichtige die Stadt, die Planung für einen grundhaften Ausbau des Abschnittes vom Heideweg bis zum Ende der Bebauung in den Fördermittelantrag „Güstrow West“ für 2017 aufzunehmen. Dazu habe es im Juli bereits eine Beratung mit Vertretern der Wohnungsunternehmen, Stadtwerke und Stadtverwaltung gegeben.

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erstellt am 06.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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