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Güstrower Anzeiger

09. Dezember 2016 | 22:19 Uhr

Halloween : Gruselige Geschichten erdacht

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kinder und Jugendliche feiern Halloween auf ganz verschiedene Weise

Kleine Monster und Gruselfiguren wuseln jedes Jahr durch die Straßen und sammeln Süßigkeiten. Wer das Gruselfest im Blick hat, denkt meist nicht daran, dass der 31. Oktober Reformationstag und deshalb ein Feiertag ist.

Die Anfänge von Halloween findet man bei den Iren, die ihre Kultur nach Amerika mitnahmen. Es ist also grundsätzlich den Iren zu verdanken, dass die Kinder in gruseligen Kostümen an den Türen klingeln und nach Süßem oder Saurem verlangen. Aber nicht nur die Kleinsten nutzt diesen Tag für sich. Auch Jugendliche haben hierbei ihren Spaß.

„Ich denke mir mit meinen Freunden jedes Jahr gruselige Geschichten aus, die wir an Halloween auf der Straße verkleidet vorspielen. Zuerst haben wir immer kleine Streiche gespielt und die Kinder erschreckt, später kamen wir dann auf die Idee, kleine Geschichten vorzuspielen“, erzählt Hannah Schewe. Die 16-jährige Schülerin trifft sich vor Halloween mit ihren Freundinnen in Suckow, um das gemeinsame Schauspiel vorzubereiten. Die Reaktionen auf die Stücke seien höchst unterschiedlich. „Einige Kinder haben sich wirklich erschreckt. Dann gibt es aber auch immer die, die sich darauf einlassen und sogar frech sind. Gerade bei kleineren Kindern sind oft die Eltern dabei, die es lustig finden und sogar mitspielen. Einige sind aber auch sauer“, erzählt die Schülerin. Trotzdem werden die Jugendlichen nicht auf ihre Aktion verzichten, denn für sie gehört sie dazu. „Zur eigentlichen Idee von Halloween gehört es natürlich nicht wirklich. Aber ich denke, dass das Gruseln einfach dazugehört und das übernehmen wir. Es ist uns trotzdem wichtig, dass alles im Rahmen bleibt. Wir fügen niemanden Schaden zu und haben auch keine gefährlichen Gegenstände bei uns, wie beispielsweise Messer oder sogar Äxte“, berichtet Hannah Schewe.

Auch für Clarissa Stegemann ist Halloween ein Tag, auf den man sich freuen kann. Die Schülerin veranstaltet mit ihren Eltern eine Halloweenparty, bei der sowohl ihre Freunde, als auch die Freunde ihrer Eltern eingeladen sind. Gruselige Verkleidungen sind dabei Pflicht! „Bei einer Halloweenparty ist das Verkleiden ein Muss. Ich liebe es mir Gedanken über die Kostüme zu machen und sie dann anzuziehen. An Halloween schminke ich nicht nur mich selbst möglichst gruselig, sondern auch meine Eltern“, erzählt die 16-Jährige.

Das Klingeln an Türen bleibt wohl doch den kleineren Kindern überlassen. Jugendliche sammeln keine Süßigkeiten mehr, sondern erschrecken lieber die Kleinen auf ihrem Beutezug. Nicht alle beteiligen sich jedoch an der Halloweenkultur. Süßigkeiten an Kinder zu verteilen oder sich zu verkleiden gehört nicht für jeden an diesem Tag dazu. So geht es in diesem Jahr auch der 16-jährigen Sarah Sahin, die am Montag nicht zu Hause ist und das Halloweenfest in ihrer Heimatstadt Krakow am See verpasst. „Während die Kinder an meiner Haustür klingeln, tanze ich gerade bei dem Konzert von den Twenty One Pilots in Hamburg“, verrät die Schülerin glücklich, „Dieses Jahr zieht Halloween an mir vorbei, aber das ist nicht schlimm. Nächstes Mal werde ich dann wieder mit meiner kleinen Schwester Süßigkeiten sammeln“, verrät sie.

Wer also leicht zu erschrecken ist, sollte sich am Montag lieber im Hintergrund halten oder Beschützer mitnehmen. Denn die Monster sind wieder unterwegs und verzehren sich nach süßer Nahrung.

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