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Güstrower Anzeiger

09. Dezember 2016 | 01:02 Uhr

Schloss Güstrow : Große Cranach-Schau zum Reformationsjahr im Schloss

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

500 Jahre Reformation wird 2017 mit einer besonderen Ausstellung in Güstrow begangen.

Das Staatliche Museum Schwerin/Ludwigslust/Güstrow veranstaltet im
Reformationsjahr 2017 unter dem Titel „Cranachs Luther!“ eine Ausstellung zu Lucas Cranach dem Älteren und Lucas Cranach dem Jüngeren und würdigt das Jubiläum zu 500 Jahren Reformation. Die Wittenberger Malerdynastie stand in engem Kontakt zu namhaften Reformatoren wie Martin Luther oder Philipp Melanchthon und begleitete mit ihren Gemälden und Grafiken das Zeitgeschehen.

Beide Künstler galten als die „Maler der Reformation“ und prägten im Wortsinn bis heute das Lutherbild. Erstmals präsentiere das Staatliche Museum die eigenen Bestände der Werke von Lucas Cranach dem Älteren und Lucas Cranach dem Jüngeren in einer Sonderausstellung auf Schloss Güstrow, informiert Heidemarie Otto, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Staatlichen Museums.

Zu sehen sein werden die Zeichnungen zum Altar in der Wittenberger Stadtkirche sowie 16 Druckgrafiken, die für die Verbreitung der Gedanken der Reformation von zentraler Bedeutung waren. Im Zentrum der Ausstellung stehen 13 Gemälde der Cranachs, die einen Querschnitt durch das Schaffen der Maler ermöglichen. Die Schau ist als Kabinettausstellung in drei Räumen im Erdgeschoss von Schloss Güstrow konzipiert. „Themen sind ,Cranach und die Kinder‘, ,Cranach und das Porträt‘ sowie ,Cranachs Luther‘, berichtet Heidemarie Otto wieter.

Der erste Bereich fragt nach den Gründen für die Häufigkeit von Kinderdarstellungen in den Gemälden, die meist spielen, tanzen, lesen oder musizieren. Stellvertretend sei auf das Ölbild
„Christus segnet die Kinder“ verwiesen, so Otto. Der zweite Bereich stellt die Porträts vor, die äußerst einfühlsam eine ganz individuelle Darstellung der Personen liefern. Wichtige Werke wie das Jugendbildnis Martin Luthers und seiner Frau Katharina von Bora oder aber das Porträt König Ferdinands befinden sich im Besitz des Staatlichen Museums.

„Mit dem ganzfigurigen Luther-Porträt besitzt das Schweriner Haus ein besonderes Werk, das von zentraler kultur- und kunstgeschichtlicher Bedeutung ist“, erklärt Heidemarie Otto. Es stammt aus der Schweriner Schlosskirche, dem ersten protestantischen Kirchenbau Norddeutschlands, und steht im Blickpunkt des dritten und letzten Bereichs der geplanten Ausstellung, der die Bedeutung des Werks darlegen möchte. Die Schau wird im kommenden Jahr vom 20. Mai bis zum 24. September auf Schloss Güstrow zu erleben sein.

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