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Güstrower Anzeiger

07. Dezember 2016 | 17:20 Uhr

Baustellenreport Güstrow : Gemeinschaftswerk spart Zeit und Geld

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Lob aus dem Bauamt für straffe Arbeitsweise der Baufirmen. Voraussichtlich werden alle Termine eingehalten.

Um den Anwohnern Geld und den Autofahrern Zeit zu sparen, werden derzeit fünf Bauprojekte von der Barlachstadt, den Güstrower Stadtwerken und dem städtischen Abwasserbetrieb gemeinsam umgesetzt. In der Philipp-Brandin-Straße, Schnoienstraße, Hagemeisterstraße, Heinrich-Borwin-Straße und Kösterstraße werden daher in einem Abwasch unterirdische Leitungen verlegt und Straßenbeläge erneuert.

„Wir haben im Vorfeld den Bedarf ausführlich recherchiert und eine Kooperation angestrebt, damit nicht Straßen gebaut und kurz danach wieder aufgerissen werden, weil neue Rohre verlegt werden müssen“, erläutert Detlef Wenzek, Leiter der Abteilung Bauverwaltung des Stadtentwicklungsamtes, das Vorgehen. „Durch diese Kooperation fallen die Straßenausbaubeiträge für die Hauseigentümer niedriger aus.“


Kreisel für Anbindung Industriegelände


Die alten Leitungen waren zum Teil bis zu hundert Jahre alt und haben in der Vergangenheit in vielen Bereichen zu Straßenzusammenbrüchen geführt. In der Hagemeisterstraße und der Heinrich-Borwin-Straße wurde bei dieser Gelegenheit die Abwasserentsorgung von einer Mischkanalisation auf ein Zweirohrsystem umgestellt. „Der Wasserverbrauch ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Für die Abwässer verwenden wir jetzt kleinere Rohre. Damit plötzliche Regengüsse aber nicht zu Überschwemmungen führen, wird das Regenwasser in einem zweiten Rohr in die Kanalisation abgeführt“, erklärt Wenzek. Bis Ende des Jahres sollen die Tiefbauarbeiten und die Tragschicht fertiggestellt werden. Danach werden die Temperaturen für einige Baustoffe vermutlich zu niedrig sein, um die Straßen zu asphaltieren. „Grundsätzlich wird so lange gebaut, wie das Wetter es möglich macht. Aber mit der endgültigen Fertigstellung rechnen wir erst Ende Mai, so wie wir es angekündigt haben.“

Die Zeitpläne für die Philipp-Brandin-Straße und das Industriegelände werden voraussichtlich ebenfalls eingehalten. Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten hier abgeschlossen sein. Im Industriegelände wird noch tief in der Erde gewühlt. Sandberge türmen sich auf der gesamten Länge der zukünftigen Straße. „Wir sind noch mitten in der Tiefbauphase. Die Ulrichstraße wurde verlängert und soll über einen Kreisverkehr mit dem Industriegelände verbunden werden“, beschreibt Wenzek das zukünftige Verkehrskonzept. „Eine Kreuzung hätte zu Stopps geführt, ein Kreisel sorgt für ein flüssigeres Durchkommen.“ Davon profitieren auch die Unternehmen, die im Industriegelände ansässig sind und mit großen Fahrzeugen ausliefern oder beliefert werden.

Gute Nachrichten gibt es aus der Schnoienstraße und der Weinbergstraße/Clara-Zetkin-Straße. Die Asphaltarbeiten in der Weinbergstraße und im angrenzenden Kreisel sind nach jeweils einem Bautag bereits abgeschlossen. Straße und Kreisel können wieder befahren werden. In der Schnoienstraße ist man auf der Zielgeraden. Die Pflastersteine sind verlegt und müssen noch bis Ende Oktober ruhen, um Belastungsschäden vorzubeugen. Danach kann die Straße in Betrieb genommen werden.

In der Kösterstraße sind fast alle Arbeiten abgeschlossen. Nur der Fahrradweg in der Mitte der Fahrbahn muss noch fertig gepflastert werden. Die Fahrbahnseiten wurden optisch abgehoben, um die zukünftigen Parkmöglichkeiten zu verdeutlichen.


Neuer Pausenhof für Inselseeschule


In der Werner-Seelen-Straße sind alle Tiefbauarbeiten auf dem Außengelände der Schule am Inselsee beendet. Die Oberfläche ist von den alten Stolperfallen befreit. Weiter geht es mit der Installation der Aufenthaltsangebote für die Schüler. „Arbeiten auf Schulhöfen müssen so abgestimmt werden, dass die Schüler während der Pausen ungestört rausgehen können. Man kann sie ja nicht zwingen, ohne frische Luft schnappen zu können im Gebäude bleiben zu müssen.“ Wenzek schätzt die Fertigstellung trotz dieser Besonderheit auf Ende des Jahres ein – wie immer gutes Wetter vorausgesetzt. Dann dürfen sich die Schüler über eine neue Schaukel, Themengärten, mehr Bäume, eine Entspannungsecke mit Sitzgelegenheiten und ein Kleinfußballfeld freuen. Die Pflanzarbeiten beginnen voraussichtlich im November.

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erstellt am 29.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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