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Güstrower Anzeiger

10. Dezember 2016 | 00:08 Uhr

Ehren- und Hauptamtler diskutierten : Gemeinsamkeiten nutzen, Konflikte ansprechen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Im Forum der Ehrenamtsstiftung ging es um Zusammenarbeit zwischen Ehren- und Hauptamt.

Weiterbildung, Schulung und Austausch von und zwischen ehrenamtlich tätigen Menschen zu ermöglichen sind einige Aufgaben, die sich die vor eineinhalb Jahren in Güstrow gegründete Stiftung für Ehrenamt und bürgerliches Engagement in MV auf ihre Fahnen geschrieben hat. Um Austausch von Erfahrungen ging es am Sonnabend in einem Forum, zu dem knapp 60 Ehrenamtler aus dem Land nach Güstrow gekommen waren. Als Thema hatte die Stiftung „Ehrenamt und Hauptamt – Zusammenarbeit gemeinsam gestalten“ gewählt.

„In der täglichen Arbeit gibt es viele Gemeinsamkeiten und Synergieeffekte zwischen hauptamtlich und ehrenamtlich tätigen Menschen. Es tun sich aber mitunter auch Konfliktlinien auf, die das Erreichen gemeinsamer Ziele erschweren“, sagte Hannelore Kohl, Vorstandsvorsitzende der Ehrenamtsstiftung. Zwischen sieben Arbeitsgruppen konnten die Teilnehmer des Forums wählen.

Heidemarie Beyer aus Lübzin sowie die Güstrower Margareta und Wolfgang Ebel, die sich aus gemeinsamen ehrenamtlichem Engagement – unter anderem in der Flüchtlingsunterkunft in Mühlengeez – kennen, entschieden sich für eine Arbeitsgruppe, in der es um das Zusammenspiel zwischen Ehrenamt und externem Hauptamt am Beispiel der Betreuung von Asylbewerbern ging. Francesco Mucauque vom Verein Amandla sicherte sich einen Stuhl im Workshop 4. Ihn interessierten Fragen zur Qualifikation und Weiterbildung fürs Ehrenamt. „In unserem Verein starten wir gerade ein neues Projekt, in dem es um Chancen und Möglichkeiten der Qualifikation von Migranten geht“, berichtete er. Torsten Schumann, Inklusionsbotschafter in MV, hatte sich für den Anfang das Thema 7, „’Danke’ – ein Wort. Tausend Arten es zu sagen, jedem auf seine Weise…“ ausgewählt. „In meiner Funktion habe ich sehr viel mit Ehrenamtlern zu tun. Da ist es schon wichtig Menschen, die sich freiwillig und unentgeltlich für eine Sache einsetzen, Danke zu sagen“, begründete er seine Wahl.

Schnell im Land herumgesprochen hat sich, dass die Ehrenamtsstiftung Projekte von Vereinen oder Organisationen unbürokratisch fördert. „Bisher haben wir bereits über 700 Anträge auf Zuwendungen zwischen 1000 und 3000 Euro genehmigt“, bilanzierte Hannelore Kohl.



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