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Güstrower Anzeiger

09. Dezember 2016 | 01:06 Uhr

Schulweg-Orden : Für einen gefahrenfreien Schulweg

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Sechs Kitas aus der Region mit Schulweg-Orden der Landesverkehrswacht ausgezeichnet.

Die Vertreter von sechs Kindertagesstätten aus der Region, die im Wettbewerb um den Schulweg-Orden erfolgreich waren, trafen sich jetzt in der Kita „Butzemannhaus“ in Güstrow. Sie gehörten zu den landesweit 20 geehrten Kindertagesstätten, die den von der Landesverkehrswacht und der Unfallkasse MV ausgeschriebenen Orden gewinnen konnten. „Vor allem freue ich mich, dass alle sechs Kitas, die ihre Wettbewerbsunterlagen eingereicht hatten, auch unter den Preisträgern sind“, würdigte Präventionsberater Karsten Hamann von der Polizeiinspektion Güstrow. Den Schulweg-Orden erhielten die Kitas „De lütten Landlüüd“ Lüssow, „Gänseblümchen“ Tarnow, „Krakower Zwerge“ Krakow am See, „Piporello“ Bützow, „Sonnenblume“ Kronskamp und „Butzemannhaus“ Güstrow.

Die Polizei und die örtliche Verkehrswacht sind Partner im Projekt „Noch 100 Tage bis zum ersten Schulweg“, das die Vorschulkinder absolvieren. Der zweite Teil - „Die ersten 100 Tage Schulweg“ - läuft gegenwärtig in den Grundschulen. „Wir unterstützen die Kitas, die unsere Hilfe anfordern. Voraussetzung ist aber, dass sich die Erzieherinnen vor Ort engagieren und ein Klima für den Wettbewerb schaffen“, sagt die Güstrower Präventionsberaterin Carola Johanssen. In diesen Kindertagesstätten werden die Vorschulkinder über einen längeren Zeitraum auf die Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet. Oft wird der künftige Schulweg mehrmals abgegangen und dabei auf Besonderheiten hingewiesen. Carola Johanssen hat bei ihren Einsätzen meist eine Magnettafel dabei, an der sie erklärt, wie die kleine Anne sicher in die Schule kommt. Karsten Hamann trainiert mit den Kindern und den Ampelmännchen Rot und Grün an einer echten Straße das sichere Überqueren der Fahrbahn. Detlef Trützschler von der Verkehrswacht Güstrow baut derweil einen Fahrradparcours im Garten ab.

Zwar war der Rasenuntergrund nicht gerade optimal für die Zweiräder, aber die Vorschulkinder leisteten schon erstaunliches im Slalomfahren und dem Balancieren mit dem Rad. Auch bei Fragen, was zur Sicherheit eines Fahrrads gehört, wussten die jungen Verkehrsteilnehmer gut Bescheid. „Von der Landesverkehrswacht bekommen wir die Materialien gestellt, die wir vor Ort einsetzen und anwenden“, erklärte Trützschler. Der sich aber für die große Aufgabe der Verkehrssicherheit noch mehr Hilfe von ortsansässigen Sponsoren wünscht.

In den Kitas versuchen die Erzieherinnen das Thema individuell und auf die jeweiligen Verhältnisse bezogen zu behandeln. So erklärte „Butzemannhaus“-Leiterin Heidi Rüdiger, dass man sehr gute Erfahrungen mit thematischen Elternabenden gemacht habe. Doris Christens von den Tarnower „Gänseblümchen“ beginnt mit der Verkehrserziehung bereits in der Mittelgruppe im Alter von vier bis fünf Jahren. Weil sich auf dem Land nicht so viele Möglichkeiten ergeben würden, nutzt die Kita auch Fahrten in die Kreisstadt Güstrow, um die Kinder mit den Anforderungen des Verkehrsalltags vertraut zu machen.

 

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