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Güstrower Anzeiger

25. September 2016 | 21:06 Uhr

SVZ-Aktion : Führerschein von 1925 im Nachlass

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ sucht den ältesten, gültigen "Lappen" mit dem gefahren wird: Dabei laufen einige Geschichten außer Konkurrenz, wie die von Gernot Erbahn, der den Führerschein seines Vaters mitbrachte und seine Geschichte erzählte.

Seinen Vater hat der Güstrower Gernot Erbahn nicht kennengelernt. Als er selbst 1943 in Güstrow zur Welt kam, kämpfte sein Vater im Zweiten Weltkrieg. 1944 fiel er, erschossen von Partisanen in Prizren im heutigen Kosovo. „Dort wurde er auch beigesetzt – bis heute wissen wir aber nicht genau wo“, erzählt Gernot Erbahn. Nur ein Foto habe er von dem Ort. Es zeigt vier Kameraden am Grab seines Vaters.

Die Habseligkeiten des Soldaten schickte man der Familie. „Neben dem Foto waren das persönliche Aufzeichnungen, Briefe, der Wehrpass und eben auch der Führerschein. Den hatte mein Vater mitgenommen, als er ‘39 eingezogen wurde“, sagt Erbahn weiter. Der alte „Lappen“, den Gernot Erbahn nun mit in die Güstrower Lokalredaktion in der Domstraße 9 brachte, wurde am 21. Oktober 1925 in Schwerin ausgestellt.

Willigard Erbahn habe als selbstständiger Handelskaufmann gearbeitet. „Er fuhr einen Horch“, weiß Sohn Gernot Erbahn. Sein Vater, 1899 in Güstrow geboren, habe mit Luxusartikeln gehandelt. „Er vertrieb beispielsweise Spirituosen, Marzipan, Kaffee, Kakao, Schokolade und Zigarillos in den Kleinstädten von MV. So war er beruflich viel unterwegs, darunter Sternberg, Goldberg und eben auch Güstrow“, sagt der Güstrower, der den Wunsch hat einmal das Grab seines Vaters im Kosovo zu besuchen.

Wer hat den ältesten Führerschein?



An dieser Stelle sind Sie gefragt, liebe Leser. Wir möchten herausfinden, welcher Einwohner im Landkreis Rostock mit dem ältesten noch gültigen Führerschein unterwegs ist. Es zählt das Ausstelldatum. Gerne erzählen wir auch Ihre originelle Geschichte. Schreiben Sie per Mail an guestrow@svz.de, geben Sie Name und eine Telefonnummer an, wir rufen Sie an. Oder schreiben Sie an Schweriner Volkszeitung, Domstraße 9, 18273 Güstrow.

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erstellt am 21.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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