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Schloss Güstrow : Frühling in Schlossgarten holen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

9000 Frühlingsblumen werden in dieser Woche gepflanzt und sollen Farbe in den Güstrower Lustgarten bringen.

Gestern von Frühlingsanfang zu sprechen war eher ein Schönreden. Aufzuhalten, so erscheint es, ist der Lenz aber nicht mehr. Hornveilchen, Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht und Goldlack, Ranunkeln und Frittelaria sollen jetzt Farbe in den Lustgarten des Güstrower Schlosses bringen. Rund 9000 Frühlingsblumen und schon im Herbst versenkte 3000 Blumenzwiebeln werden den Schlossgarten in den nächsten Wochen erblühen lassen, bevor im Sommer der Lavendel wieder die Hauptrolle übernimmt.

Wie ein Schleier hing der Nieselregen gestern Mittag über dem Schlossgarten. Petra Dröger hebt nur die Schultern. „Was soll’s“, meint die Vorarbeiterin und zählt weiter Hornveilchen. Bei 50 Stück macht sie eine kleine Pause. Die Felder 3, 4 und 5 wolle man bepflanzen. Alles in allem werde man wohl fünf Tage benötigen, um alle Pflanzen in den Boden zu bekommen. Insbesondere die Bestückung des Herzens in der Mitte der formalen Anlage sei recht zeitaufwendig. Petra Dröger nimmt einen Plan zur Hand und zählt weiter. „Ich würde auch lieber bei Sonnenschein pflanzen“, sagt sie noch und widmet sich wieder ihren Pflanzen. Blau ist die vorherrschende Farbe.

Maik Lüdemann und Andy Hoffmann schauen kaum auf. Ihr Tun ruft unweigerlich den Gedanken an Fließbandarbeit hervor. Jeder Handgriff sitzt. Der Regen? „Für die Pflanzen ist er gut und wir müssen nicht so viel wässern“, sagt Andy Hoffmann.

Friedrich-Wilhelm Garve, Projektleiter bei der Schlösserverwaltung, sieht den erst vor wenigen Jahren nach altem Vorbild neu angelegten Schlossgarten auf gutem Wege. Der Buchsbaum lebt, was in einer Zeit, da ein Buchsbaumpilz ganze Bestände dahin rafft, schon ein Erfolg ist. Er sehe oft ein bisschen zu hellgrün aus. Mit Dünger und Humus arbeite man dem entgegen. Viel habe man auch experimentiert, um die Sauberhaltung der Wege effektiv in den Griff zu bekommen, so Garve.

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erstellt am 21.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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