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Güstrower Anzeiger

06. Dezember 2016 | 17:01 Uhr

Teschow : Frauen bieten Raum für Kommunikation

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Vereine in der Region“: Frauenverein Teschow seit fast 15 Jahren.

Den ganzen Sonnabend über hatte die mobile Apfelpresse aus Satow gut zu tun in Teschow. Leute aus der Region bis hin nach Laage und Tessin kamen, um ihre Äpfel zu Saft verarbeiten zu lassen. Den Auftakt aber bildeten die Mitglieder des Frauenvereins Teschow. Sie organisieren seit Jahren die Aktion vor dem Feuerwehrgebäude des zur Gemeinde Wardow gehörenden Ortsteils und sie nutzten die Presse zunächst in eigener Sache.

„Wir haben hier einen Boskop-Bestand, den wir in Absprache mit der Gemeinde ernten dürfen. Den Apfelsaft bieten wir bei unseren Veranstaltungen an und verkaufen auch bei Bedarf an die Teschower. So kommt etwas Geld in die Vereinskasse“, erklärt Bärbel Gläser, die Vereinsvorsitzende. Zum kleinen Apfelfest verkauften die Frauen darüber hinaus Bockwurst, Kaffee und selbst gebackenen Kuchen und luden abends zum Herbstfeuer ein.

13 Frauen im Alter zwischen 37 und 75 Jahren zählt der 2002 gegründete Verein aktuell. Männer konnten noch nicht als Mitglieder gewonnen werden. „Aber sie helfen uns, unsere Ideen umzusetzen“, schmunzelt Gläser. Wie etwa, als der Verein das Areal hinter der Feuerwehr in einen Festplatz verwandelte. Eine Hecke wurde angelegt, eine gemütliche Sitzecke geschaffen, ein ehemaliges Silo mit Blumen bepflanzt und der Rasen gepflegt. „Auch einen Grill wollen wir uns noch zulegen“, sagt die Chefin. Der Platz sei ideal für Dorffeste, versichert die 62-Jährige.


Kein Dorffest und kein Pyramidenfest


Anfangs habe der Verein jedes Jahr Dorffeste im Ortsteil organisiert, aber in den vergangenen beiden Jahren nicht mehr. „Wir sind älter geworden und an jüngeren Mitstreitern hapert es“, bedauert Bärbel Gläser. Außerdem hätte das Interesse unter den Leuten abgenommen. „Das ist schon eigenartig. Wenn im Dorf nichts gemacht wird, meckern die Leute. Organisieren wir aber etwas, kommen sie nicht“, konstatiert sie. Aus diesem Grund habe man in diesem Jahr schweren Herzens erstmals auch das Pyramidenfest abgesagt. Das war seit 13 Jahren ein Prestigeprojekt des Vereins: in der Vorweihnachtszeit ein Fest um die vier Meter hohe Pyramide, mit kleinem Programm und gemütlichem Zusammensein. „Wir haben wirklich lange diskutiert. Aber letztlich sollte sich der große Aufwand, den wir betreiben müssen, auch lohnen, indem das Fest von den Bürgern angenommen wird“, sagt Angelika Erdmann, die die Chronik des Vereins führt und darin schon viele gelungene Veranstaltungen festgehalten hat. Was der Verein nicht ausfallen lassen wird, ist die alljährliche Weihnachtsfeier für die Senioren im Bereich Alt Kätwin. Ohnehin lädt der Frauenverein die älteren Bürger einmal im Monat zum gemütlichen Beisammensein ein.

Immer Ende Januar, Anfang Februar treffen sich die Mitglieder des Frauenvereins, um über ihren Jahresplan zu beraten. Fest steht dabei, dass die Aktivitäten mit einem Osterfeuer beginnen. Und sicher ist auch, dass es 2017 wieder ein Dorffest gebenf wird. „Das organisieren wir gemeinsam mit der Feuerwehr, die gleichzeitig ihr 80-jähriges Jubiläum feiert“, schaut Bärbel Gläser voraus. Und das Pyramidenfest? „Ich glaube, die Chancen stehen nicht so schlecht, dass wir das im nächsten Jahr wieder feiern“, gibt sich die Vereinschefin diplomatisch.


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erstellt am 01.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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