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Güstrower Anzeiger

04. Dezember 2016 | 02:59 Uhr

Feuerwehr Diekhof : Finanziell alles klar für neues Feuerwehrfahrzeug

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Fördermittelbescheid vom Land in Diekhof übergeben.

Erwartungsfrohe Gesichter bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Diekhof: Innenminister Lorenz Caffier kam mit einem Fördermittelbescheid über 130 000 Euro nach Diekhof. Nun ist es sicher: ein neues Tanklöschfahrzeug kann angeschafft werden.

„Wir haben lange gewartet. Seit Ende 2012 begleitet uns das Thema“, sagt Lars Künne. Hoffnung und Ernüchterung hätten sich in der Zeit immer wieder abgewechselt, so der Wehrführer. Jetzt sei es geschafft. Allerdings, so schränkt Bürgermeister Rolf Matschinsky ein, ist noch immer Geduld gefragt. Die Beschaffung eines Tanklöschfahrzeuges TLF 3000 – Kosten rund 260 000 Euro – müsse europaweit ausgeschrieben werden. „Wir rechnen mit der Anlieferung im ersten Quartal 2018“, sagt Matschinsky.

Die seit Jahren äußerst angespannte finanzielle Situation der Gemeinde stand der Neuanschaffung lange Zeit im Wege. Das Innenministerium und der Landkreis hatten schon im vergangenen Jahr Unterstützung zugesagt, doch war die Gemeinde nicht in der Lage, die notwendigen Eigenmittel für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs aufzubringen. Durch den Verkauf so genannter Öko-Punkte kann die Gemeinde jetzt gut 43 000 Euro aufbringen. Der Landkreis beteiligt sich in zwei Raten mit knapp 87 000 Euro.

Die Freiwillige Feuerwehr Diekhof ist als Stützpunktfeuerwehr eingestuft. Dies resultiert aus einer Gefahrensituation, die sich daraus ergibt, dass sich in Diekhof ein Tanklager und ein Getreidelager befinden. Ursprünglich verfügte die Wehr über ein TLF 16, Typ W 50 (Erstzulassung 1978), ein LF 8, Typ W 50 aus dem Jahr 1982 und ein LF 10/6 aus dem Jahr 2002. Materialermüdung und unverhältnismäßig hohe Wartungskosten zwangen dazu, die beiden W 50 nach nicht bestandener Hauptuntersuchung auszusortieren. „Mit der Beschaffung des TLF 3000 wird die für eine Stützpunktfeuerwehr notwendige Mindestausstattung erreicht“, betonte Innenminister Caffier. Die finanzschwache Gemeinde profitiere aus dem Kofinanzierungsprogramm aus der vergangenen Legislaturperiode. Der mit 50 Millionen Euro ausgestattete Fonds ist inzwischen geschlossen.

Weiter reiste Caffier gestern von Diekhof nach Groß Wüstenfelde. Dort überbrachte er eine Sonderbedarfszuweisung über 123 000 Euro für ein neues Feuerwehrhaus, in dem die drei Ortswehren zusammengeführt werden sollen.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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