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Güstrower Anzeiger

26. September 2016 | 19:20 Uhr

Laage feiert 800. Geburtstag : Farbenfrohe Bilder einer 800-Jährigen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Laager gestalteten großen Festumzug zu ihrem Stadtjubiläum. Ausgelobte Prämie für schönstes Schaubild wird nicht vergeben.

Mit drei tollen Tagen feierten die Laager noch einmal bei Geburtstagswetter ihre Stadt. Im Jahr 1216 ist die erste bekannte Urkunde des Recknitzstädtchens datiert worden. Aus diesem Anlass warf sich Laage in das Mittelalter zurück. Auf einem großen Mittelaltermarkt, gestaltet von Arne Feuerschlund und einer ganzen Horde Wikinger auf dem Ziegenmarkt und dem Marktplatz, gab’s Gelegenheit, sich von Freitag- bis Sonntagabend zu vergnügen. Die Kirchengemeinde machte aus ihrem Gotteshaus mit vielfältigen Angeboten einen zentralen Aktionsort.

 

Zum Höhepunkt des Wochenendes gestalteten die Laager ihren Festumzug am Sonnabendnachmittag. Wie schon bei der Radio-Sommertour Anfang August schien ganz Laage auf den Beinen zu sein – als Zuschauer oder als Aktiver zu Fuß oder auf einem der vielen Wagen. Diesmal, so Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst, sollte es das Fest, von den Laagern gestaltet, vor allem für die Laager selbst sein. „An der Breesener Straße standen die Leute zu beiden Seiten. Das wollten wir auch erreichen“, freute sich Matthias Auer, der den halbstündigen Vorbeimarsch anführte. Gemeinsam mit Anja Haufe, die jedes Schauteil für die Zuschauer auf dem Markt kommentierte, hatte Auer die Organisation des Festumzuges in der Hand.

Viele bunte Bilder aus dem früheren und aktuellen Stadtleben bekamen die Laager und ihre Gäste zu sehen. Lautstark fuhren da drei Feuerwehren durch das Spalier. Konkurrenz machten den Martinshörnern die Karnevalsvereine WKV und Lawena, der „bekloppteste Verein der Stadt“, was Moderatorin Anja Haufe als Mitglied wohl sagen durfte. Da machte die Laufgruppe des SC Laage ihrem Ruf als teilnehmerstärkste Fraktion einer Veranstaltung wieder einmal alle Ehre. Natürlich durfte auch das Laager Kutscher-Original „Luten“ nicht fehlen, der diesmal den Reitverein kutschierte. Die Kirchgemeinde fuhr auf ihrem Wagen die Erntekrone auf den Markt, wo am Sonntag zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen wurde.

Viele originelle Ideen setzten die Teilnehmer des Marsches, an dem sich Vereine und Betriebe, Kitas und Pflegedienste, die Kirche und Ortsteile beteiligten, um. Die Mühen vieler wären gerechtfertigt, mit der ausgeschriebenen Prämie belohnt zu werden. „Wen sollen wir da bloß nehmen!?“, stöhnte Matthias Auer laut, als der Zug sich nach anderthalbstündigem Stadtrundgang auf dem Markt auflöste. „Die haben alle mit solch großem Enthusiasmus mitgemacht, und eine Wertung ist so schwer.“ Kurzerhand hätten die Organisatoren sich deshalb entschlossen, doch keine Sieger zu küren. „200 Euro hat die Stadt zur Verfügung gestellt. Das Geld soll besser in die Kinder- und Jugendarbeit gehen“, resümierte Matthias Auer. Wen auch immer es da treffe, der habe sich mit Sicherheit den Lohn auch durch eine Teilnahme am Umzug erworben, denken die Organisatoren.

 

 

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erstellt am 18.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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