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Güstrower Anzeiger

30. September 2016 | 08:39 Uhr

UTM Lübeck : Expansion in Güstrow geplant

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Umwelt-Technik-Metallrecycling GmbH aus Lübeck will einen neuen Standort im Gewerbegebiet Glasewitzer Burg errichten.

Geplante Wirtschaftsansiedlung im Güstrower Gewerbegebiet Glasewitzer Burg: Die Umwelt-Technik-Metallrecycling GmbH (UTM) aus Lübeck will das ehemalige Werksgelände der Air Liquide Deutschland GmbH erwerben und in der Barlachstadt eine neue Betriebsstätte errichten. „Wir wollen den deutschen Markt besser erschließen und erhoffen uns auch regionale Vorteile von diesem Standort zwischen Hamburg und Berlin“, erläuterte Geschäftsführer Michael Franck jetzt erstmals in Güstrow. Im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens hatte das Unternehmen, das sich auf die fachgerechte Entsorgung und Verwertung von Druckbehältern und Gefahrenstoffen spezialisiert hat, den Bürgermeister, Vereine und Verbände, zukünftige Nachbarn sowie die Güstrower Feuerwehr zu einer Informationsveranstaltung auf das seit vier Jahren brach liegende Gelände von Air Liquide eingeladen.

Die UTM versteht sich als Spezialist im Bereich Chemikaliensicherheit. Am Standort Lübeck betreibt UTM ein Werk zur Behandlung von Acetylengasflaschen mit einem spezialisierten Team von 20 Mitarbeitern. Das Portfolio des Unternehmens umfasst neben Konstruktion, Bau und Betrieb von Anlagen und Gefahrgutumschließung auch die Prüfung und das Recycling von Druckgasbehältern und deren Inhalten mit umwelt- und ressourcenschonenden Verfahren. Für Konstruktionen und Verfahren in diesem Umfeld hält das Unternehmen zahlreiche internationale Patente.


Havarie-Team unterstützt Feuerwehr


Neben Anlagen zur Entsorgung und zum Recycling von Gefahrenstoffen soll in Güstrow auch ein so genanntes Emergency Team zur Bergung von havarierten und defekten Druckgasbehältern stationiert werden. „Unser Havarie-Team kommt zum Einsatz, wenn die Feuerwehr nicht mehr weiter weiß“, erklärt Franck. Zum Beispiel wenn es um die Bergung brennender Gasflaschen geht. Die Feuerwehr macht den Erstangriff und UTM entsorgt dann fachgerecht. René Plotz, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow, begrüßt die geplante Ansiedlung von UTM. „Wir sind in besonderen Fällen auf solche Spezialkräfte angewiesen“, sagt er. Und er sieht einen weiteren Vorteil: „Mit UTM werden Arbeitsplätze in Güstrow geschaffen. Auch unsere Kameraden könnten hier eventuell eine Job vor Ort finden.“ Wie viele Arbeitsplätze genau im neuen Betrieb entstehen sollen, ließ Geschäftsführer Franck bisher offen.

„Zunächst stehen wir noch ganz am Anfang“, so Franck. Das Genehmigungsverfahren solle jetzt nach der Infoveranstaltung in Güstrow anlaufen. „Wir hoffen, dieses Jahr mit dem Verfahren so weit voranzukommen, dass wir die Öffentlichkeitsbeteiligung starten können.“ Gerne möchte er Mitte 2017 den Betrieb am neuen Standort aufnehmen, „am liebsten so schnell wie möglich“, ergänzt Franck.

Die UTM, ein Tochterunternehmen der französischen Séché environnement mit europaweit 1500 Mitarbeitern, sehe in Güstrow die Chance, ihr Tätigkeitsumfeld zu erweitern, zu festigen und Entwicklungsmöglichkeit für die Zukunft zu erschließen, erläutert Franck. Am Standort Lübeck gäbe es keine Wachstumsmöglichkeiten mehr. Das alte Air-Liquide-Gelände ist mit 65 000 Quadratmetern zudem wesentlich größer als der Firmensitz in der Hansestadt. Neubauten seien auf dem Gelände nicht geplant. Vielmehr sollen die vorhandenen Gebäude und Werkstätten im Gewerbegebiet Glasewitzer Burg genutzt werden.

 

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erstellt am 19.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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