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Güstrower Anzeiger

30. Juni 2016 | 19:32 Uhr

Therapie : Ein Tier weckt Kranke auf

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Tiergestützte Demenz-Therapie beim Sommerfest in „Haus Lindeneck“ / Großes Problem: zu wenig Mitarbeiter

Das Sommerfest im Demenzzentrum „Haus Lindeneck“ in dieser Woche stand in diesem Jahr unter dem 70. Geburtstag der Volkssolidarität. Eine Wimpelkette war hergestellt worden, deren Länge sollte von Gästen und Bewohnern geschätzt werden. Ansonsten war natürlich auch für Essen und ausreichend zu trinken gesorgt. Und wer wollte, konnte eine Rundfahrt mit dem Pferdewagen unternehmen.

Doch Michael Noske als Referent für stationäre und teilstationäre Pflege bei der VS beschäftigen andere Fragen. „Die personelle Situation im Pflegebereich ist ein großes Problem. Es gibt weder Hilfs- noch Fachkräfte“, sagt er. Zwei Auszubildende wollte Michael Noske im Haus einstellen, doch es habe nur eine einzige Bewerbung gegeben. Und ob die Bewerberin anfängt, sei noch nicht klar. „Wie das noch weiter gehen soll?“, fragt er sich. „Es fehlt die Allianz in Güstrow. Große Träger müssten sich zusammenschließen, um gemeinsam zu überlegen, wie dieses Problem zu lösen ist“, so Michael Noske.

Und während Bewohner, Mitarbeiter und Gäste die musikalische Unterhaltung genießen konnten, war auch Reinhard Sugge unterwegs. Er war nicht allein, sondern hatte seine beiden Hunde dabei, die er für eine tiergestützte Therapie nutzt. Sugge ist nicht nur im Haus Lindeneck, sondern auch in anderen Heimen mit seinen Vierbeinern unterwegs. „Diese Tiere wecken Demenzkranke auf, die schon wochenlang liegen“, sagt Reinhard Sugge, der in Wolken bei Bützow zu Hause ist. Die Bewohner konnten die Tiere einfach im Arm halten und streicheln.

 


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